Preisverleihung in Berlin 

Landwirtin des Jahres: Bewerberin aus Sontra stolz auf Nominierung 

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Beim Galaabend: Martin und Diana Gerlach aus Ulfen. 

Sontra/Berlin. Den Titel als Landwirtin des Jahres hat Diana Gerlach aus Ulfen (Werra-Meißner-Kreis) nicht gewonnen. Bei der Preisverleihung in Berlin wurde ihr ein anderer Bewerber vorgezogen.

Stolz ist sie trotzdem. „Die Nacht der Landwirtschaft war eine grandiose Veranstaltung mit vielen tollen und interessanten Gesprächen, Wertschätzung für unseren Beruf sowie Lob von und für uns", sagt Gerlach. "Nur dafür hat sich die Fahrt nach Berlin schon gelohnt.“

Nominiert worden war Gerlach, weil sie nach dem schweren Arbeitsunfall ihres Mannes Martin im Jahr 2010 den Sprung vom Versicherungsgewerbe in den heimischen Rindviehbetrieb gewagt hat. Ihre Intention war, dass der Gatte seine geliebten Tiere nicht verlor, auch wenn er wegen der Verletzungen selbst nicht mehr so für sie sorgen konnte, wie es notwendig ist (wir berichteten).

Der olympische Gedanke hat für uns gezählt. Dabei sein ist alles. Außerdem hätte ein Titelgewinn viele Verpflichtungen mit sich gebracht“, sagt Diana Gerlach. Diese Zeit könne sie jetzt wieder in Familie, Hof und Tiere investieren. Es sei schon ein Erfolg gewesen, überhaupt in die Finalrunde einzuziehen. Schließlich hatten sich 180 Landwirte beworben. Und verdient gehabt hätte den Titel jeder.

„Wir Finalisten haben alle was gewonnen: unglaublich schöne Tage mit der Jury, den Fotografen, dem Filmteam und nicht zuletzt den tollen Galaabend. Durch die Finalteilnahme haben wir für unsere Arbeit mit und für die Tiere so viel Lob erhalten – das ist unglaublich“, fährt Gerlach fort. Dies sei natürlich auch super Werbung für den Hof und die Region gewesen. 

Martin Gerlach ergänzt: „Wenn es eine Kategorie für den meisten Mut, die größte Leidenschaft und das wärmste Herz gegeben hätte, wäre der Titel an meine Frau gegangen.“

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