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Florian Deichmeier ist als Vorsitzender auch noch aktiver Spieler

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Von: Harald Triller

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Der Vorsitzende in Doppelfunktion: Florian Deichmeier steht an der Spitze des SV Hessische Schweiz und spielt aktiv im Männerteam. Er freut sich aufs Jubiläum.
Der Vorsitzende in Doppelfunktion: Florian Deichmeier steht an der Spitze des SV Hessische Schweiz und spielt aktiv im Männerteam. Er freut sich aufs Jubiläum. © Harry Triller

Als Florian Deichmeier 2019 beim SV Hessische Schweiz den Vorsitz übernommen hat, wusste er natürlich, dass er ganz viel Verantwortung in die Aufgabe investieren muss, um den Verein auf stabiler Säule zu halten und um den guten Zusammenhalt in bewährter Form zu pflegen.

Neuerode – „Ja, ich wusste, dass ich in große Fußstapfen geschlüpft bin, spürte aber den Rückhalt meiner Vorgänger Ulrich Hottenrott und Erwin Roth, die sofort versprochen haben, mir mit Rat und Tat zur Seite zu stehen“, erklärte Florian Deichmeier, dass es für ihn dennoch die oberste Prämisse war, sich ganz schnell freizuschwimmen, um den geforderten Aufgabenkatalog zu bewältigen.

Eigene Ideen umsetzen

„Ich hatte ja schon zwei Jahre als zweiter Vorsitzender die Möglichkeit, dem Vereinschef über die Schulter zu schauen, aber ich wollte keine Kopie sein, sondern meinen eigenen Weg gehen, meine eigenen Ideen, meine eigenen Vorstellungen umsetzen“, so der Vorsitzende, der aber klipp und klar von sich gibt, dass er am besagten Zusammenhalt, der das Vereinsleben ausmacht, auf keinen Fall rütteln will. „Auch das familiäre Miteinander, das uns beim SV Hessische Schweiz auszeichnet, werde ich weiterhin mit dem nötigen Überblick fördern“, weiß Florian Deichmeier, der die Verpflichtung eines neuen Trainers als eine seiner ersten Herausforderungen angehen musste. Und seine Doppelfunktion, Vorsitzender und Spieler, musste er zunächst richtig einordnen.

„In der Tat, da ich noch selbst in unserer Mannschaft aktiv spiele, will ich den Vorteil nutzen, um Probleme auf dem kurzen Weg zu bereinigen. Aufkommende Ungereimtheiten können schnell aus der Welt geschafft werden“, wünscht sich Florian Deichmeier mit Blick aufs Wochenende, an dem die Meinharder ihren 40. Geburtstag feiern, noch viele schöne Jahre mit sportlichen Erfolgen, die er gerne von der Spitze aus genießen würde.

Ein echter Klippenfuchs

Der 1986 in Eschwege geborene Florian Deichmeier ist ein echtes Neueröder Kind; ein Klippenfuchs durch und durch. Mit sechs Jahren hat er beim SV Hessische Schweiz mit dem Fußball begonnen, wechselte aber mit zwölf Jahren zwangsläufig zum SV Reichensachsen, weil sein Stammverein kein Team mehr stellen konnte. „Ich habe mich sehr wohlgefühlt beim SVR, dort die restliche Jugendzeit verbracht und im Anschluss noch zwei Jahre bei den Senioren gespielt, ehe ich als 20-Jähriger 2006 wieder in meine Heimat zurückgekehrt bin“, konstatiert er, dass er schon 2007 in den Vorstand gewählt wurde.

„Es folgte in fast jeder Wahlperiode eine neue Aufgabe. Nach dem zweiten Schriftführer bis 2011 wählte mich die Jahreshauptversammlung bis 2013 für zwei Jahre zum zweiten Kassierer“, so der heute 36-Jährige, der von 2013 bis 2015 nur noch Beisitzer war, weil sich der gelernte Industriekeramiker in Koblenz zum Keramiktechniker weitergebildet hat.

Jedes Spiel nach Hause

„Ich habe seinerzeit in Koblenz gewohnt, aber den Kontakt zur Mannschaft nicht verloren, weil ich zu jedem Spiel nach Hause gekommen bin“, spannt Florian Deichmeier den Bogen in die Jahre 2015 bis 2017, als er sich der Aufgabe des Jugendleiters stellte: „Wir haben seinerzeit eine JSG mit FSA und Wanfried praktiziert und ich engagierte mich mit meinem Vereinskollegen Stefan Ludwig auch als Trainer“, kann er voller Stolz auf Jannik Heeg und Joshua Horn schauen, die zum Aufgebot des Männerteams gehören.

Freude aufs Jubiläum

Nach zwei Jahren als „Vize“ hinter Erwin Roth hat Florian Deichmeier 2019 mit 33 jungen Jahren die Vereinsführung übernommen. Und schon im dritten Jahr muss er neben den wiederkehrenden Veranstaltungen im Jahreskalender nun das erste ganz große Brett abarbeiten, da der Vorstand mit ihm an der Spitze die Entscheidung getroffen hat, nicht zuletzt nach den schwierigen Coronajahren, das 40-jährige Bestehen zu feiern. „Wir wollten in der Gesamtplanung schon viel früher viel weiter sein, aber auch hier hat uns die Pandemie so manchen Streich gespielt“, spricht Florian Deichmeier den schmalen Organisationskorridor an: „Der Gobertlauf sollte ins Jubiläum eingebettet werden, lässt aber als Veranstaltung der nordhessischen Laufserie nur einen engen Terminplan zu. Die Band für den Tanzabend zu verpflichten und auch eine gute Mannschaft für die Bewirtung zu gewinnen, stellte uns vor weitere Probleme, die wir nun gelöst haben, sodass am kommenden Wochenende der Feiermodus eingeschaltet werden kann“, freut sich Florian Deichmeier auf 40 Jahre SV Hessische Schweiz.

Er möchte allen Mitgliedern die Chance einräumen, ihre Ideen und Bittgesuche an den jungen und intakten Vorstand heranzutragen. Als Spieler wünscht er sich noch viele schöne und natürlich aktive Jahre im Team.

Glücklicher Papa

Und seine persönliche Bilanz kann sich durchaus sehen lassen: Er hat 275 Mal das Trikot der Männermannschaft getragen, war über zehn Jahre Kapitän und erinnert sich an eine tolle Gegebenheit: „Wir drei Deichmeiers haben mehrfach die komplette Abwehr gestellt. Mein Bruder Kai-Uwe als Libero, mein Bruder Mark als linker und ich als rechter Verteidiger“, schmunzelt der Vorsitzende, der sich vor zwölf Tagen über die Geburt seiner kleinen Tochter Martha freuen durfte. Und Mama Sophia ist natürlich als Schriftführerin auch im Vorstand tätig.

Von Harald Triller

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