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Die Hangstütze des Höhbergs in Lüderbach bröckelt und bröselt

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Von: Stefanie Salzmann

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Die Mauer zeigt Risse und Verwerfungen.
Die Mauer zeigt Risse und Verwerfungen. © Salzmann, Stefanie

Lüderbach: Die rund 50 Jahre alte Stützmauer am Höhberg muss dringend saniert werden.

Lüderbach – Sie macht rein äußerlich nicht den brüchigsten Eindruck – Untersuchungen eines damit von der Gemeinde Ringgau beauftragten Ingenieurbüros haben aber ergeben, dass die Stützmauer des Höhbergs in Lüderbach die Straße nicht mehr ewig tragen wird und saniert werden muss.

Die mehr als 215 Meter lange Mauer trägt Straße und die oben liegenden Wohnhäuser. Gebaut wurde sie vermutlich in den 1960er- oder 1970er-Jahren, inzwischen ist der Beton rissig, starke Verdrückungen sind zu sehen, die Stützwand steht zum Teil schief und die Gründungsfundamente sind an manchen Stellen sichtbar.

Nun liegen drei Vorschläge zur Sanierung der Mauer beziehungsweise Sicherung der Straße Höhberg auf dem Tisch.

Winkelstützwand

Dabei können L-förmige Betonteile in den Untergrund gelegt werden, die den Hang absichern und stützen. „Ein Vorteil diese Hangabsicherung wäre, dass die Wand abschnittsweise gebaut werden kann und keine Spezialtiefbaufirma erforderlich wäre“, sagt Stefan Gier vom Ingenieurbüro.

Bohrpfahlwand

Bei der Hangsicherung durch eine sogenannte Bohrpfahlwand werden Bohrungen gemacht, bis tragfähiger Untergrund erreicht ist. Diese werden mit Beton und Stahlbewehrung gefüllt. Das Verfahren sichert laut Gier hohe Stabilität, erfordert jedoch ein Spezialtiefbauunternehmen.

Schwerlastwand

Der Bau einer Schwerlastwand bedeutet eigentlich, dass eine identische Mauer errichtet wird, die auf einem Streifenfundament liegt.

Allerdings brauche es für den Bau laut Gier relativ viel Platz und die Bauzeit könnte bei gut einem halben Jahr liegen.

Optionen

Das Ingenieurbüro empfiehlt den Bau einer Winkelstützwand, unter anderem weil keine Spezialbaufirmen benötigt werden, zum anderen die Belastungen der Anwohner so minimal gehalten werden können.

Die Ringgauer Gemeindevertretung muss nun entscheiden, mit welchem Verfahren die Straße und der Hang gesichert werden. Die Sanierung muss spätestens in den kommenden drei bis fünf Jahren erfolgen.

Um kurzfristig Abhilfe zu schaffen, sollen jetzt die offenen Risse versiegelt werden, außerdem steht zur Diskussion, die Straße zu einer Einbahnstraße zu machen, um den Hang vom Verkehr zu entlasten. Das Gutachten des Ingenieurbüros zu der Stützmauer hat die Gemeinde knapp 18 000 Euro gekostet. (Stefanie Salzmann)

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