Haushalt

Haushaltsentwurf der Gemeinde Herleshausen weist leichtes Plus auf – Investitionen stehen an

Eine der vielen Investitionen: Um die Vorgaben des Technischen Prüfdienstes zu erfüllen, ist ein Anbau an die bestehende FFW-Garage in Wommen geplant.
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Eine der vielen Investitionen: Um die Vorgaben des Technischen Prüfdienstes zu erfüllen, ist ein Anbau an die bestehende FFW-Garage in Wommen geplant.

Keine leichten Aufgaben hatten die Gemeindevertreter Herleshausens in ihrer letzten Sitzung vor der Weihnachtspause zu lösen. Auf der Tagesordnung stand auch der Haushalt.

Herleshausen – Keine leichten Aufgaben hatten die Gemeindevertreter Herleshausens in ihrer letzten Sitzung vor der Weihnachtspause zu lösen. In der zum ersten Mal und sehr souverän von Dr. Marlene Laufer (CDU) in Vertretung für Manfred Kraus geleiteten Zusammenkunft standen die potenziell konfliktbeladenen Themen Haushalt und Investitionen, der geplante Umbau des Dorfgemeinschaftshauses Altefeld zu einer Arztpraxis sowie die möglicherweise wieder zu ändernde Gebührenordnung für das Herleshäuser Hallenbad auf der Agenda.

Der Haushalt

Sehr erfreuliche Zahlen gab Herleshausens Bürgermeister Lars Böckmann den Gemeindevertretern zur Kenntnis. Der Entwurf der Haushaltssatzung 2022 sieht ein leichtes Plus in Höhe von 1520 Euro im ordentlichen Ergebnis vor. „Damit steht die schwarze Null“, erklärte der Verwaltungschef. Auch im außerordentlichen Ergebnis weist der Entwurf einen deutlichen Überschuss auf. Begründet ist dieser unter anderem in der Vielzahl verkaufter gemeindeeigener Grundstücke in der Amtszeit Lars Böckmanns. Ohne Diskussion wurde das Zahlenwerk durch die Gemeindevertreter zur weiteren Beratung in den Haupt- und Finanzausschuss überwiesen.

Die Investitionen

Gleiches gilt für das Investitionsprogramm der Gemeinde Herleshausen für die Jahre 2021 bis 2025. Beispielhaft genannt seien hier etwa die 160 000 Euro, die für Fahrzeuge des Bauhofs vorgesehen sind. Weil die Reparaturkosten am Multicar mittlerweile zu hoch geworden sind, ist die Ersatzbeschaffung eines vergleichbaren Fahrzeugs geplant. Jeweils 100 000 Euro sollen für die Grundsanierung des Dorfgemeinschaftshauses Altefeld sowie für den Garagen-Anbau der Freiwilligen Feuerwehr in Wommen aufgewendet werden. Nach intensiven Gesprächen mit den Ortsteilfeuerwehren Nesselröden, Unhausen, Markershausen, Holzhausen und Breitzbach, deren Stützpunkte sich in einem schlechten Zustand befinden, soll nach Möglichkeiten gesucht werden, einen zentralen Stützpunkt einzurichten. Mittel zur Vorplanung beziehungsweise für einen Grundstücksankauf: 60 000 Euro.

Die Arztpraxis

Die SPD-Fraktion musste sich im Vorfeld der Sitzung den Vorwurf gefallen lassen, die Umbauarbeiten des Dorfgemeinschaftshauses Altefeld zu einer Arztpraxis zu verschleppen und zu behindern. Diesem Eindruck entgegenwirken sollte ein eilig eingereichter Dringlichkeitsantrag, unterzeichnet vom stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Burkhard Scheld. „Wir betonen nochmals, dass auch wir diese Maßnahme unterstützen“, heißt es darin. Von der Gemeindevertretung beschlossen werden solle eine überplanmäßige Auszahlung in Höhe von 100 000 Euro für die Grundsanierung des DGHs. Werde der SPD-Antrag noch in dieser Sitzung beschlossen, „steht die erwartete Gesamtinvestitionssumme in Höhe von 350 000 Euro sofort für die Umsetzung zur Verfügung“, erklärte Burkhard Scheld.

Zwar als „sehr löblich“, aber doch gänzlich unnötig bewertete Bürgermeister Lars Böckmann den Vorstoß. Denn: Die Gemeinde sei selbstverständlich an die Vergabeordnung gebunden. Der beauftragte Architekt erstelle derzeit ein Leistungsverzeichnis, dann würden Angebote eingeholt und ausgewertet und erst dann vergeben. „Und bis dahin reichen die bereits eingeplanten Mittel aus“, bekräftigte Kämmerer und Büroleiter Marko Heckerodt. Mit drei Ja-Stimmen der SPD-Fraktion, sieben Gegenstimmen und zwei Enthaltungen wurde der SPD-Antrag abgelehnt.

Das Hallenbad

Ebenfalls auf Betreiben der SPD-Fraktion wurde das Thema der neuen Gebührensatzung für das Herleshäuser Hallenbad (wir berichteten) erneut auf die Tagesordnung gehoben. „Massiv geäußerter Unmut“ der bisherigen Nutzer des Hallenbads und Probleme innerhalb der Vereine sollten nun durch eine überarbeitete Gebührensatzung behoben werden. Nach der längsten Diskussion des Abends verständigte sich das Gremium darauf, den Gemeindevorstand zu beauftragen, bis zur nächsten Sitzung am 25. Januar eine neue Kalkulation für die Hallenbad-Gebühren vorzulegen.

Von Emily Hartmann

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