Kurzinterview

Dienst an den Feiertagen im Klinikum Werra-Meißner

Im Klinikum im Dienst: Die Patienten müssen auch an den Feiertagen versorgt werden
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Im Klinikum im Dienst: Die Patienten müssen auch an den Feiertagen versorgt werden

Während die meisten Menschen Heiligabend und die Weihnachtsfeiertage mit ihren Liebsten im heimischen Wohnzimmer verbringen, sind Pflegekräfte und Ärzte ebenso wie einige andere Berufsgruppen trotzdem im Dienst.

Eschwege –Denn: Die Patienten im Klinikum müssen auch an den Feiertagen versorgt werden. Was es für ein Gefühl ist, an solchen Tagen der Pflicht nachzugehen, darüber haben wir mit Isabell Beck, Stationsleiterin der Kardiologie, Urologie und HNO gesprochen.

Frau Beck, ist es nicht ein seltsames Gefühl, zu Weihnachten am Arbeitsplatz zu sein statt bei der Familie?

Beim ersten Mal als Berufsanfängerin schon. Aber mit der Zeit wird das Normalität. Es weiß ja auch jeder vorher, dass die Pflege kein Nine-to-five-Job mit geregelten Arbeitszeiten ist. Dienste in der Nacht, am Wochenende und an Feiertagen gehören einfach dazu. Ich habe schon mal sechs Weihnachten in Folge gearbeitet. Aber ganz wichtig dabei ist mir: Ich bin auch Weihnachten gerne hier, wir sind ein tolles Team. So wird es vielen Kollegen auch gehen. Zudem erklärt sich immer mal jemand anders bereit, Feiertags-Dienste zu übernehmen, sodass man nicht jedes Jahr dran ist.

Isabell Beck ist Stationsleiterin.

Ist denn Weihnachten an der Arbeit an sich etwas anders als sonst?

Ja, es ist allgemein schon etwas entspannter und besinnlicher. Patienten, bei denen das möglich ist, werden vor Weihnachten entlassen. Geplante Eingriffe wie beispielsweise im Herz-Katheter-Labor finden an Weihnachten und zwischen den Jahren nicht statt. Somit ist auf Station etwas weniger los als sonst und es ist auch weniger Personal im Dienst. Wobei man natürlich nie weiß, wie viele Notfälle reingekommen. Herzinfarkte gibt es auch an Weihnachten.

Wird denn Weihnachten ein wenig gefeiert „auf Station“ im Kollegenkreis?

Sofern es die Zeit zulässt, sitzen wir schon mal im Sozialraum mit ein paar Keksen zusammen und plaudern ein bisschen. Zudem schmücken wir einen Weihnachtsbaum auf Station und hängen den ein oder anderen Deko-Stern auf. Das ersetzt natürlich nicht das Feiern mit der Familie, die einem schon ein wenig fehlt. Aber letztlich konnte ich immer gut in den Dienst-Modus schalten.  

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