Warenlieferung per E-Mobil

Diploma-Hochschule entwickelt klimafreundlichen Service

Ohne sie läuft nichts: Die E-Fahrzeuge für den Lieferdienst stellt das Eschweger Autohaus Rabe, hier vertreten durch Marketingleiterin Thekla Rabe und Daniel Rudloff. Noch ist das Mobil weiß, bald soll auf der Karosserie Werbung stehen.
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Ohne sie läuft nichts: Die E-Fahrzeuge für den Lieferdienst stellt das Eschweger Autohaus Rabe, hier vertreten durch Marketingleiterin Thekla Rabe und Daniel Rudloff. Noch ist das Mobil weiß, bald soll auf der Karosserie Werbung stehen.

„Was die Großen anbieten, können wir auch“, sagt Dr. Lars Kleeberg, Chef der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Werra-Meißner. Damit gemeint ist ein neues Projekt, das am heutigen Montag (29.11.2021) im Werra-Meißner-Kreis an den Start geht: ein regionaler Lieferdienst auf der Basis der Elektromobilität, nicht nur ein Baustein für ein sauberes Klima, sondern auch eine Chance für Händler, zusätzliche Einnahmen zu generieren.

Werra-Meißner – Der Lieferdienst mit Elektrofahrzeugen ist ein Wissenschaftsprojekt, das an der Diploma-Hochschule in Bad Sooden-Allendorf unter der Schirmherrschaft von Professor Dr. Ing. Michael Namokel zu Forschungszwecken in Sachen E-Mobilität entwickelt worden ist. Beteiligt daran war nach Angaben der Projektleiterin Carole Scheible ein neunköpfiges Team unter Mitwirkung des Kooperationspartners E-Mobilität, Matthias Steube, Geschäftsführer von Conrat-Websolutions in Eschwege.

Und so funktioniert es: Auf der Plattform useme.de bieten Händler, Landwirte, Produzenten und Hofläden ihre Waren an. Endverbraucher können auf dieser Plattform Waren bestellen, die sie sich bequem mit einem Elektro-Van nach Hause liefern lassen können. Maßgeblich beteiligt an dem Projekt ist das Eschweger Autohaus Rabe, das die schadstofffreien Fahrzeuge zur Verfügung stellt, um auf diese Weise auch den CO2-Fußabdruck in der Logistik messen zu können.

Zunächst kommt nur ein Elektromobil zum Einsatz. Mit steigender Akzeptanz soll eine Fahrzeugflotte aufgebaut werden, mit den Logos der teilnehmenden Firmen, erläuterte Marketingleiterin Thekla Rabe. Seinen Standort haben wird das erste E-Mobil in Wanfried. Parallel dazu wird in Eschwege ein Lastenfahrrad stationiert, um das Stadtgebiet vom bislang üblichen Lieferverkehr zu entlasten. Die Hoffnung: Das Projekt soll Kreise ziehen und als Modellbeispiel auch die Zukunft anderer Regionen nachhaltig stärken.

Während der Laufzeit von 24 Monaten wird das Projekt vom Land Hessen mit 250 000 Euro bezuschusst. Diese Gelder werden laut Scheible für das wissenschaftliche Personal eingesetzt, Forschung und Entwicklung der E-Logistik, Verwaltung und nicht zuletzt für die Fahrzeuge. Das Projekt soll den klimafreundlichen Logistikservice für den ländlichen Raum sicherstellen und zugleich die Nachhaltigkeit der Lösung mit E-Mobilität analysieren. Deshalb würden bei der Warenauslieferung zahlreiche Daten erfasst zu Lieferzeit, Strecken und Fahrzeugen, um Rückschlüsse auf eine optimale Realisierung zu gewinnen.

Als Schirmherr verspricht sich Professor Namokel auch eine Beflügelung des regionalen Handels durch Zusammenführen von Angebot und Nachfrage. „Ein schönes Projekt“, urteilte Dr. Kleeberg, „durch und durch nachhaltig“. (Chris Cortis)

Kontakt und Info: Carole Scheible, Tel. 0 56 52/ 5 87 77 21

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