„Dort, wo sie steht, steht sie gut“

Schwebda: Bürgerinitiative übergibt Unterschriften gegen Heimatalm am Werratalsee-Ostufer

Birgit Klinkert von der Bürgerinitiative Schwebda (links) übergab am Samstag 324 gesammelte Unterschiften an Ortsvorsteherin Silke Rottstädt.
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Birgit Klinkert von der Bürgerinitiative Schwebda (links) übergab am Samstag 324 gesammelte Unterschiften an Ortsvorsteherin Silke Rottstädt.

Die Bürgerinitiative in Schwebda hat ihren Kampf gegen den Standort der Heimatalm am Ostufer des Werratalsees noch nicht aufgegeben.

Schwebda - 324 Unterschriften von Bürgern wurden gesammelt, die sich gegen die Pläne, die Heimatalm zu versetzen und mit einem neuen Konzept zum „Heimathafen“ werden zu lassen, aussprechen (wir berichteten). Am Samstag nun übergab Organisatorin Birgit Klinkert die Unterschriften an Ortsvorsteherin Silke Rottstädt.

Der Ortsbeirat nahm noch einmal Stellung: „Bürgermeister Brill hat den Ortsbeirat Schwebda aufgefordert, zum Thema Heimatalm am Ostufer klar Stellung zu beziehen, das haben wir getan und uns klar und deutlich gegen den Standort am Ostufer entschieden“, sagte Silke Rottstädt.

„Entscheidung des Ortsbeirates für mich ausschlaggebend“

„Allerdings frage ich mich, welchen Wert und welche Funktion hat denn der Ortsbeirat, wenn dessen Entscheidung ignoriert wird und die Unterschriften wertlos sind und man heute schon weiß, wie sich die politischen Mehrheiten nach der Kommunalwahl zusammensetzen werden. Wenn es einen anderen Ortsteil betreffen würde, wäre für mich als Gemeindevertreterin die Entscheidung des ansässigen Ortsbeirats ausschlaggebend, und ich würde diese unterstützen.“

Die Mehrheitsverhältnisse in der Meinharder Gemeindevertretung sind derzeit knapp: Anders als die SPD-Fraktion wollen CDU, FDP und ÜWG die Heimatalm ans Ostufer holen. Die FDP führt hierfür wirtschaftliche Gesichtspunkte an, die CDU betont den Tourismus-Aspekt, der ÜWG gehe es nicht allein um Schwebda, sondern um die ganze Gemeinde.

Kritik richtet sich nur gegen Standort am Ostufer

Bürgerinitiative und Ortsvorsteherin betonten einvernehmlich, dass sie sich nicht gegen die Heimatalm als solche aussprechen, sondern nur gegen einen Standort am Ostufer, direkt neben dem Naturcamp. Ihr Wunsch wäre es, dass die Alm am Nordufer stehen bleibt. „Dort, wo sie steht, steht sie gut“, sagte Silke Rottenstädt.

Birgit Klinkert erklärte, dass die Schwebdaer Lärmbelästigung für das Dorf durch das Gastronomiekonzept des Investors Christian Mehler befürchteten. Das Konzept des „Heimathafens“ passe auch nicht zum Konzept des benachbarten Naturcamps, das auf Ruhe und Erholung setze.

„Was mich immer überrascht, ist, dass getan wird, als ob das Ostufer brach liegt und wir unbedingt eine Attraktion brauchen“, sagte die Ortsvorsteherin. Diese gäbe es schon: „Das Naturcamp Meinhard hat bereits ein erfolgreiches Konzept, ist überregional bekannt und mit Umweltpreisen ausgezeichnet.“ Sie befürchtet, dass die Infrastruktur durch das neue Konzept zerstört werde. Birgit Klinkert bedauert, dass sich Investor Mehler nicht gegen die Stimmen der Bürger entscheiden wollte, dass genau das aber nun offenbar geschehen soll. (Kristin Weber)

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