Dreharbeiten zu "Der Medicus": Burg Hanstein ist abgeschottet

Bornhagen / Rimbach. Wer nicht Mitarbeiter oder Komparse des Spielfilm-Drehs auf Burg Hanstein ist, hat Pech: Oberhalb von Bornhagen ist die Straße nach Rimbach und damit zur Burg gesperrt, wer hoch will wird kontrolliert und abgewiesen, wenn er nichts mit dem Film zu tun hat.

Gedreht werden Szenen für „Der Medicus“, eine internationale Produktion mit Ben Kingsley.

Eigentlich sollte am Dienstag im beschaulichen Bornhagen am Fuße der Burg Hanstein die Welt Kopf stehen. Schließlich haben in dem mittelalterlichen Gemäuer gerade die Dreharbeiten zur Verfilmung des Weltbestsellers „Der Medicus“ des amerikanischen Schriftstellers Noah Gordon begonnen. Immerhin mit so bekannten Schauspielern wie Emma Rigby, Ben Kingsley, Tom Payne und Stellan Skarsgaard in den Hauptrollen.

Dort, wo man nun also ganze Scharen von Schaulustigen und Autogrammjägern erwarten könnte, ist von Aufregung jedoch rein gar nichts zu spüren. Keine Menschenseele auf den Straßen, nur frei laufende Hühner, Gänse und jede Menge Tauben.

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Oberhalb von Bornhagen ist die Straße nach Rimbach und damit zur Burg Hanstein gesperrt. „Hier ist alles ruhig“, sagt der junge Mann, der die Autos kontrolliert und ebenso freundlich wie bestimmt jeden abweist, der nichts mit den Dreharbeiten zu tun hat. „Wenn Sie irgendwelche Fragen haben, wenden Sie sich bitte an unsere Presseabteilung.“ Von den Schauspielern ist weit und breit nichts zu sehen. Eigentlich auch kein Wunder, werden an den drei Drehtagen auf der Burg Hanstein ja ohnehin nur Szenen gedreht, in denen die Hauptdarsteller - allen voran Ben Kingsley - nicht vorkommen.

Regisseur beim gemeinsamen Großprojekt der UFA Cinema und Universal Pictures, das auch in die Kinos kommen soll, ist der Münchner Philipp Stölzl. Gedreht wird bis September in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Köln und Marokko. Insgesamt sind mehr als 60 Drehtage eingeplant.

Der Weltbestseller „Der Medicus“ wurde allein in Deutschland mehr als sechs Millionen Mal verkauft und ist auch ein modernes Plädoyer für ein friedliches Miteinander und religiöse Toleranz. Drehbuchautor Jan Berger („Wir sind die Nacht“, „Die Tür“) hat sich der Adaption des Erfolgsromans angenommen, die Kamera wird Hagen Bogdanski („Das Leben der Anderen“) führen. (per)

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