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Ehemaliger Pfarrer Friedrich Meyer zu Hörste mit 78 Jahren gestorben

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Wird am 4. Oktober beigesetzt: Pfarrer in Ruhe Friedrich Meyer zu Hörste.
Wird am 4. Oktober beigesetzt: Pfarrer in Ruhe Friedrich Meyer zu Hörste. © Privat

Der ehemalige Pfarrer Friedrich Meyer zu Hörste ist vergangene Woche gestorben. Der 78-Jährige war von 1970 bis 1979 Pfarrer in Grebendorf und Neuerode.

Grebendorf/Siegen – Am 24. September 2022 ist in Siegen Pfarrer Friedrich Meyer zu Hörste gestorben. Der 78-Jährige war von 1970 bis 1979 Pfarrer in Grebendorf und Neuerode. Friedrich Meyer zu Hörste wurde am 1943 in Dortmund als Sohn eines Kinderarztes geboren. Nach Abitur an einem humanistischen Gymnasium und dem Studium der Theologie in Göttingen kam er durch die Eheschließung mit Sabine Klemm als Vikar in die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und wurde Gemeindepfarrer im Kirchspiel Grebendorf.

Als junger Pfarrer engagierte er sich in besonderer Weise in der Jugend- und Kindergottesdienstarbeit. Die wöchentlichen Treffen für Mitarbeiter im Kindergottesdienst wurden von Jugendlichen aus der gesamten Region besucht. Zu seiner intensiven Jugendarbeit gehörte die Seelsorge ebenso wie eine offene Teestubenarbeit in einem von den Jugendlichen selbst hergerichteten Raum im Nebengebäude des Pfarrhauses. Mit den Jugendlichen unternahm er Freizeiten, zum Beispiel über den Jahreswechsel oder in der Kommunität in Imshausen.

1972 organisierte er zum ersten Mal ein deutsch-französisches Jugendzeltlager in Anduze in den Cevennen. Friedrich Meyer zu Hörste hat den Lebenslauf von Jugendlichen entscheidend geprägt: allein sieben wurden Pfarrerinnen und Pfarrer, andere engagieren sich bis heute intensiv an ihren Wohnorten in Kindergärten, Schulen und Kirchengemeinden.

Friedrich Meyer zu Hörste und seine Frau Sabine, ebenfalls evangelische Pfarrerin, leiteten einen Kreis von Ehepaaren, die sich wöchentlich zu Gesprächen über biblische Texte trafen. Als Gemeindepfarrer entsprach Friedrich Meyer zu Hörste nicht immer den konventionellen Erwartungen der Gemeinde. „Aber als Pfarrer und Christ war er ein glaubwürdiges Vorbild“, so der ehemalige Prälat der Evangelischen Kirche von Kurhessen Waldeck, Bernd Böttner, der im Gottesdienst in Grebendorf zum Erntedankfest am nächsten Sonntag einen Nachruf halten wird. Der Gottesdienst beginnt um 10.30 Uhr.

Nach seiner Zeit im Kirchspiel Grebendorf war Friedrich Meyer zu Hörste zwölf Jahre als Pfarrer in seiner Heimatstadt Dortmund tätig, danach wechselte er nach Siegen, wo er bis jetzt lebte. Friedrich Meyer zu Hörste hinterlässt seine Frau Sabine, fünf erwachsene Kinder und zehn Enkelkinder. Die Beisetzung findet am 4. Oktober um 14 Uhr auf dem Friedhof in Siegen statt.  red/ts

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