Ehepaar Stöhr feiert Diamantene Hochzeit

Diamantene Hochzeit: Bei Ingrid und Robert funkte es im „Köppchen“ in Großalmerode

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Damals: Ingrid und Robert Stöhr bei ihrer Hochzeit am 17. Mai 1958.  

Großalmerode. Sie lernten sich 1954 kennen. Mittlerweile sind Ingrid und Robert Stöhr seit 60 Jahren verheiratet.

Vertrieben aus dem Sudetenland kam Ingrid Alt mit 13 Jahren 1946 zusammen mit ihrer Familie nach Großalmerode. Im Alter von 21 Jahren lernte sie Robert Stöhr kennen, die Liebe ihres Lebens. Vier Jahre später waren die Beiden verheiratet, heute feiern sie nach 60 Ehejahren Diamantene Hochzeit.

Neben Kino und Fußballplatz zählte das „Köppchen“, Großalmeröder Kult-Gaststätte von Generationen Jugendlicher, Anfang der 1950er-Jahre auch zum gefragten Treffpunkt der Cliquen von Ingrid und Robert. 

Wer wie der 19-jährige Robert im Jahr 1954 noch nicht volljährig war (damals war das mit 21 der Fall), musste bei einer Polizei-Kontrolle schon mal fluchtartig das Lokal verlassen, wollte man Probleme nach dem Jugendschutzgesetz vermeiden. Wie die damals 21-jährige Ingrid zeigten sich die Älteren hilfreich und brachten den Jüngeren die Jacken nach. So kamen sich beide von Mal zu Mal näher.

Heute: Ingrid und Robert Stöhr freuen sich, ihre Diamantene Hochzeit zu feiern.

Gern unternahmen sie kleinere Touren auf Roberts Motorroller, Pfingsten 1955 fuhren sie mit Freunden zum Zelten an den Diemelsee. Nach zwei Jahren Beziehung verlobten sie sich in 1956, am 17. Mai 1958 ließen sie sich in der katholischen Kirche von Pfarrer Robert Köllner trauen. In der Gelsterstraße hatten sie ihre erste gemeinsame Wohnung bezogen, zwei Jahre später kam Sohn Jochen auf die Welt, es folgten Petra und Simone.

Das eigene Haus an der Albert-Schweitzer-Straße in Großalmerode wurde nach zwei Jahren Bauzeit im Herbst 1970 bezogen. Beruflich hatte Robert aus dem Großalmeröder Sägewerk zur Firma Henschel nach Kassel gewechselt, Ingrid trug zur Haushaltskasse zunächst mit ihrer Arbeit in der örtlichen Glasschleiferei bei, später als Reinigungskraft an der benachbarten Schule. Ihre weiteste Urlaubsreise führte die Beiden drei Wochen nach Kanada, als Sohn Jochen dort beruflich tätig war.

Gefeiert wird am Samstag zunächst um 10.30 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst (Ingrid Stöhr ist katholisch) in der evangelischen Stadtkirche, danach geht’s mit der Familie (sieben Enkel), Freunden und Bekannten ins Gasthaus Pempel.

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