Ehrenamtliche packen an

Freiwilligentag: Helfer verschönern kreisweit ihre Wohnorte

In Wickersrode gingen Thomas Hollstein (von links), Jannis Dippel, Helmut Küllmer, Bernd Dippel, Klaus Schmidt und Robert Hollstein mit schwerem Gerät ans Werk.
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In Wickersrode gingen Thomas Hollstein (von links), Jannis Dippel, Helmut Küllmer, Bernd Dippel, Klaus Schmidt und Robert Hollstein mit schwerem Gerät ans Werk.

Zum 13. Mal fand am Samstag der Freiwilligentag im Werra-Meißner-Kreis statt – und auch dieses Mal packten zahlreiche Ehrenamtliche an, um Baustellen in ihren Wohnorten zu beseitigen.

Werra-Meißner – Überall im Kreis waren die Helfer tätig, um Zäune und Bänke zu streichen, Hecken zu stutzen und das erste Laub zusammenzufegen – zu Zeiten der Corona-Pandemie in Kleingruppen und mit genügend Abstand. Unter anderem waren die Helfer hier im Einsatz:

Hausen

Für die Fledermäuse am Hohen Meißner wird es wohl nicht mehr lange dauern, bis sie ihren Artenschutzturm, das ehemalige Transformatorengebäude der EAM an der Straße „Zum Schilf“ im Hessisch Lichtenauer Stadtteil Hausen, beziehen können. Wilfried Diehl und Udo Range hatten am Samstag die Fassade weiß gestrichen, nachdem bereits am Vortag sämtliche Löcher verspachtelt wurden, die für den Einbau von Treppen und Podesten sowie die Lichtleitungen in die Außenwand gestemmt werden mussten.

In Hausen strichen Wilfried Diehl (links) und Udo Range das alte Trafo-Häuschen.

„Die Fledermäuse lieben angeblich den Farbton weiß, ansonsten hätte ich mich für einen anderen Farbton entschieden“ rief Malermeister Range vom Gerüst herunter. Während die Beiden mit der Walze die Farbe auftrugen, waren an der Freizeitanlage Weißenborn oberhalb des Orts mehr als ein Dutzend Helfer damit beschäftigt, den vom Steinbach angeschwemmten Sand aus dem Becken des Springbrunnens zu räumen. Außerdem wurde der gesamte Bereich soweit nötig mit der Motorsense freigeschnitten.

Kleinalmerode

Über ein tolles Engagement der Kleinalmeröder Bürger freute sich Ortsvorsteher Roland Rörster beim diesjährigen Freiwilligentag. Rund 30 Helfer waren gekommen, um das Dorf herauszuputzen, Bänke in der Gemarkung und am Spielplatz zu streichen und vorbereitende Arbeiten für den neuen Premiumwanderweg durchzuführen. Dabei nahmen die Pflege des Friedhofs und des Kirchgartens wieder einen großen Teil der Arbeiten in Anspruch. Einige Freiwillige rechten den zuvor gekürzten Heckenschnitt auf dem Friedhof und im Kirchgarten zusammen und fuhren den Strauchschnitt mit dem Traktor an eine zentrale Sammelstelle. Ebenso wurden die Plattenwege vom Unkraut befreit und bereits gefallenes Laub zusammengerecht.

In Kleinalmerode lud Julian Lutter Strauchschnitt auf den Traktor von Jakob Kossak.

Fritz Werner kümmerte sich um den Zaun am Bürgerhausparkplatz und gab den Latten einen neuen Anstrich. Am künftigen Kleinalmeröder Premiumwanderweg wurden auf einem Steilstück im Buchholz einige Treppenstufen gesetzt. Ein anderer Einsatztrupp putzte die Grenzsteine aus dem Kurfürstentum Hessen Kassel von 1838 heraus und sammelte den abgelegten Müll am Rande des neuen und bislang wenig zugänglichen Wegstückes. Dabei begegneten ihnen neben viel Plastik und leeren Flaschen auch alte Kochtöpfe und ein kleiner verrosteter Ofen.

Zum Schluss waren sechs große Müllsäcke gefüllt, die vom Bauhof der Stadt abgeholt werden. Für einen Imbiss sorgte wie jedes Jahr die Kleinalmeröder Frauengruppe zusammen mit Pfarrer Michael Zink.

Laudenbach

Der alte Staketenzaun am Friedhof des Großalmeröder Stadtteils Laudenbach ist Geschichte: Am Freiwilligentag bauten die Ehrenamtlichen den Jahrzehnte alten maroden Holzzaun, der das Areal auf einer Länge von etwa 80 Metern in Richtung des Nachbarorts Uengsterode begrenzt, von 9.30 Uhr bis zum Mittag ab. So brüchig die schmalen halbrunden Staketen auch waren, die Schrauben durch die Anleger, mit denen die Zaunelemente an den Metallpfosten fixiert waren, ließen sich überwiegend noch gut lösen, ansonsten wurde zum Trennschleifer gegriffen.

In Laudenbach entfernten Herbert Blume (von links), Peter Rehbein, Gerhard Telschow, Matthias Krück, Michael Noll, Norbert Hilwig und Thomas Hilwig den alten Staketenzaun.

Für die in Beton gesetzten Pfosten hatte der stellvertretende Ortsvorsteher Norbert Hilwig seinen Schlepper mit Frontlader mitgebracht, der mühelos einen Pfahl nach dem anderen aus dem Erdreich zog. Noch in diesem Jahr soll der neue Metallzaun von Mitarbeitern des Baubetriebshofs aufgebaut werden. Den Helfern hatte der ehemalige Ortsvorsteher Horst Küllmer eine zünftige Brotzeit spendiert.

Wickersrode

Mit großem Gerät gingen die Wickersröder am Samstag ans Werk. Die Grillhütte gehört zu den attraktiven ihrer Art im Lichtenauer Stadtgebiet und bildete den Schwerpunkt der Arbeiten. Nachdem die Anlage im letzten Jahr einen Kanalanschluss erhielt und einiges an Erdreich dabei aufgeworfen wurde, machten sich die Ehrenamtlichen daran, die Flächen rund um die Hütte, des überdachten Grills und des Toilettentrakts einzuebnen.

Helmut Küllmer hatte dazu seinen Traktor mitgebracht, der nicht nur dank seiner Schaufel am Frontlader eine wertvolle Hilfe beim Verteilen des Erdreichs war. Mit dem Schlegelmulcher an der Heck-Hydraulik wurde das gesamte Areal bearbeitet. Bei der Gelegenheit entfernten die Freiwilligen auch die Holzpalisaden, die im Erdreich angefault waren, auf mehrere Meter Länge. Im Ort selbst waren weitere acht Helfer, überwiegend Frauen, verteilt in kleinere Gruppen zu Gange und brachten die öffentlichen Flächen auf Vordermann.

(Lothar Röss und Hartmut Neugebauer)

Epterode

Über ein Dutzend Helfer waren am Samstag im Großalmeröder Stadtteil Epterode im Einsatz, darunter auch Bürgermeister Finn Thomsen als Neubürger der Gemeinde. Während zwei Freiwillige eine öffentliche Fläche im Ort auf Vordermann brachten, nahm sich der Rest den Begegnungsanger vor. Einige Meter an Hecke und viele Büsche wurden geschnitten, mit Heckenscheren und Motorsense waren die Helfer angerückt. Für den Grünschnitt hatte die Stadt einen kleinen Anhänger zur Verfügung gestellt. Auf dem angrenzenden Osterfeuerplatz wurde das Unkraut, das inzwischen bis zu einem halben Meter hoch stand, nachdem das traditionelle Feuer Ostern 2020 wegen Corona ausfallen musste, entfernt. Auch auf dem Bouleplatz, der bislang regelmäßig bespielt wurde, hatte sich wegen Corona erstes Unkraut verbreitet, das mit Rechen und Brennkolben entfernt wurde. Pflaster und Randsteine wurden gereinigt.

Einsatzort Bouleplatz: In Epterode waren Lena Draganov (von links), Andre Glaus, Bürgermeister Finn Thomsen, Dennis Jäger, Klaus Casselmann, Tom-Noah Nickel und Günter Berger im Einsatz.

Am Morgen hatte Ortsvorsteher Klaus Casselmann den Backofen bereits angeheizt, denn jeder Helfer bekam als Dank eine Bratwurst und ein frisch gebackenes Brot.

Rommerode

Den wuchernden Dornenbüschen und Hecken am Friedhof Herr zu werden, war nur ein Ziel, das sich 16 Freiwillige im Großalmeröder Stadtteil Rommerode gesetzt hatten. Letzte Feinarbeiten am Baumurnengrabhügel, der Platz für insgesamt 43 Urnen bietet, gehörten ebenfalls zum Arbeitsprogramm wie die Grillhütte „Fuchshecke“.

Kurze Arbeitspause am Baumurnengrabfeld: Helmut Künzel (von links), Marc Wilhelm, Werner Horn, Rolf Fahrenbach, Alexander Prauss und Goerg Gundlach.

Die Büsche am Steilhang zwischen dem unteren und dem oberen Areal des Friedhofs hatten sich so stark entfaltet, dass dringend Einhalt geboten werden musste. Vor allem die spitzen Dornen verlangten den Helfern Vorsicht ab, um sich nicht zu verletzen. Zum Abtransport stand ein großer Anhänger bereit.

An der Grillhütte „Fuchshecke“ rissen die Helfer auch den Außengrill ab, nachdem bereits vor zwei Jahren der innere Grill entfernt wurde. Damit ist das Grillen dort wie gewohnt nicht mehr möglich. Wegen ihres schlechten Zustands wurde auch die Dachrinne der Hütte entfernt.

Fürstenhagen

Schwerstarbeit bewältigten die Helfer bei ihrem Einsatz am „Alten Gericht“ im Lichtenauer Stadtteil Fürstenhagen. Die historische Stätte am Kirchhof stellte eine Gefahrenquelle dar, die schweren Sandsteine wackelten.

Arbeitseinsatz am „Alten Gericht“ in Fürstenhagen: Dirk Sattmann (von links), Mario Lux, Reinhard Kanstein und Herbert Menz.

Weil vor allem die instabile tonnenschwere Tischplatte ein Risiko war, wurden bereits 2019 unter dem Einsatz von schwerem Gerät alle Steine an der Seite abgelegt. Der Platz diente nachweislich zwischen 1383 und 1532 als Untergericht. Wegen seiner historischen Bedeutung hatten sich die Fürstenhagener jetzt zum Ziel gesetzt, die Stätte, die bereits in 1956 schon einmal renoviert wurde, wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen. Corona hatte das bislang verhindert, da kam der Freiwilligentag gerade recht. Die vier Helfer erstellten diesmal ein Fundament, damit die schweren Steine künftig auf solidem Grund stehen. Der Boden unter den vier Linden war so fest, dass nur mit dem Elektrohammer das Erdreich für das Fundamentloch aufgelockert werden konnte. Für den Transport der schweren Steine hatte Herbert Menz seinen kleinen Schlepper mit Frontlader mitgebracht.

Kleinvach

Etwa 50 Kleinvächer beteiligten sich am Freiwilligentag und setzten in kleinen Gruppen verschiedene Projekte um: An der Kirche wurden Büsche zurückgeschnitten und das Kulturdenkmal „Weißes Kreuz“ aufgeräumt. Am Zaun des Spielplatzes wurden marode Pfosten und Zaunlatten ausgetauscht und auch am Dorfgemeinschaftshaus (DGH) wurde ein Teilbereich durch neue Pfosten und Zaunelemente ersetzt. Zudem wurde das DGH innen renoviert. Einige Bänke in Dorflage konnten ebenfalls repariert werden.

Etwa 50 Kleinvächer beteiligten sich am Freiwilligentag 2020.

Ellershausen

Die Toiletten im „Fuchsbau“, der Friedhof und der Busunterstand standen auf dem Aufgabenzettel der Helfer in Ellershausen. 15 Personen beteiligten sich am Freiwilligentag. Speziell der Busunterstand verursachte viel Arbeit, da unter anderem alle Oberflächen geschliffen und lasiert wurden.

Die Freiwilligen in Ellershausen haben viel Arbeit mit dem Busunterstand.

Trubenhausen

Die Waldbühne war das Ziel der sieben Helfer des Freiwilligentages in Trubenhausen. Die Bänke wurden geschliffen und neu gestrichen, Laub beseitigt und die Hecke geschnitten.

Am Freiwilligentag kümmerten sich Jürgen Stache (von links), Ludwig Stöhr, Franz Klötzl, Walter Oetzel, Karl Peter Engel, Hartmut Scheffler um die Waldbühne in Trubenhausen. Auf dem Bild fehlt Friedhelm Orth.

(Evelyn Ludolph)

Hebenshausen

Am diesjährigen Freiwilligentag traf sich in Hebenshausen das altbewährte Team, um Pflegearbeiten durchzuführen. Nachdem sich die Helfer in den letzten Jahren ausschließlich auf die Pflege des Friedhofs beschränkt hatten, nahmen sie sich in diesem Jahr zusätzlich zwei Blumenrabatten im Dorf vor. Diese waren im Rahmen der Dorferneuerung angelegt worden und bedurften einer Überarbeitung. Die Rabatten mussten vom Unkraut befreit werden.

Auf dem Friedhof wurde das Rosenbeet auf den Winter vorbereitet, Wege von Unkraut befreit und Hecken gestutzt.

Das altbewährte Team traf sich zum Freiwilligentag in Hebenshausen, um Pflegearbeiten durchzuführen.

Ziegenhagen

Unter Beachtung des Hygiene-Konzeptes haben die Dorfbewohner von Ziegenhagen den Dorfteich gereinigt, das Dorfgemeinschaftshaus innen und außen verschönert sowie die Hecken am Friedhof und an der Kirche geschnitten.

Neue Pflanzen setzten Dr. Hans-Bernhard Nordhoff (links) und Orlando Grandt in den Dorfteich von Ziegenhagen.

Hollstein

20 freiwillige Helfer haben in Hollstein mit angepackt und den Freiwilligentag zum Erfolg werden lassen. Bei strahlendem Sonnenschein wurden Bretter für die Wilhelm Grimm Grillhütte gehobelt, Leisten gestrichen und weitere Arbeiten rund um Hollstein erledigt.

Viele fleißige Helfer packten beim Freiwilligentag in Hollstein mit an.

Unterrieden

Über 30 Erwachsene und einige Kinder nahmen am kreisweiten Freiwilligentag in Unterrieden teil. Gearbeitet wurde an der Grillhütte, am Sportplatz, auf dem Friedhof und an der Kirche. Hier wurde die Kirchentür gestrichen, Hecken und Bäume geschnitten, Wege von Unkraut befreit. Es wurde der Brunnen gesäubert, Bänke gestrichen und Laub entfernt. Das Bushäuschen bekam ebenfalls einen neuen Anstrich. In Unterrieden wurde Müll gesammelt.

Mehr als 30 Freiwilligen halfen in Unterrieden.

Retterode

Wegen der Corona-Pandemie haben sich die Helfer in Retterode in mehrere Gruppen aufgeteilt. Der Zaun auf dem Friedhof wurde geschnitten, ein Spielgerät auf dem Spielplatz aufgebaut und im Bereich der Dorflinde wurden Laub und Äste entfernt. An den Ortseingängen wurden die Hinweistafeln freigeschnitten und gestrichen. 

Wegen der Pandemie absolvierten die Retteröder mehrere Einsätze in kleinen Gruppen.

Uengsterode

In Uengsterode standen die Fertigstellung des Baumurnengrabes auf dem Friedhof sowie Aufräumarbeiten an der Grillhütte auf dem Arbeitsplan. Auch Malerarbeiten wurden am Grillunterstand und an der Friedhofshalle gemeistert. Auf dem Bild sind von links zu sehen: Walter Euler, Dieter Schmuch, Daniel Langer, Daniel Kuhrau und Willi Goebel.

Beim Aufräumen an der Grillhütte in Uengsterode halfen Walter Euler (von links), Dieter Schmuch, Daniel Langer, Daniel Kuhrau und Willi Goebel.

Ellingerode

In Ellingerode trafen sich am Samstag, den 19. September, 27 Dorfbewohner auf dem Friedhof, um Hecken zu schneiden. Außerdem wurden Grabsteine, bei denen die Ruhefrist abgelaufen war, mit einem Bagger ausgegraben. Am Dorfgemeinschaftshaus wurden ebenfalls Hecken geschnitten und Tische und Bänke gestrichen. 

Der Schnitt von Büschen und Hecken zählte zu den Aufgaben der Helfer am Freiwilligentag in Ellingerode.

(Carolin Eberth)

Orferode

Auch Mitte Oktober packen die Helfer noch an - beim Freiwilligentag in Orferode. Ungefähr 50 Personen halfen bei den Aufgaben verschiedenen Aufgaben. Am Friedhof wurden die Hecken geschnitten und Reste eines alten Zauns entfernt. Die Kinder kratzten Ablaufrinnen auf dem Weg frei, berichtet Birgit Ernst. Der Spielplatz wurde von Laub und Kastanien befreit und am Joggelibrunnen wurde aufgeräumt.

Ungefähr 50 Personen beteiligten sich am Freiwilligentag in Orferode.

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