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Comedian „Herr Schröder“ begeistert an der Friedrich-Wilhelm-Schule

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Erwartungen übertroffen: „Herr Schröder“ überzeugte in der FWS auf ganzer Linie.
Erwartungen übertroffen: „Herr Schröder“ überzeugte in der FWS auf ganzer Linie. © Friedrich-Wilhelm-Schule

Eschwege – Nur ganz selten lassen sich hochgesteckte Erwartungen von der Realität noch übertreffen. Aber in der voll besetzten Aula der Friedrich-Wilhelm-Schule in Eschwege ist genau das jetzt passiert, und zwar beim Gastspiel des mehrfach preisgekrönten Kabarettisten „Herr Schröder“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe FWS-Forum.

Angekündigt hatte der Künstler für sein neues Programm „Instagrammatik“ einen Blick hinter die Fassade des pädagogischen Alltags an einer Schule, und das mit hintergründigem Humor. Doch was Johannes Schröder, der sich ohne jedes Manuskript nach bester Art eines Stand-up-Comedians durch das Programm improvisierte, an diesem Abend ablieferte, war ein Feuerwerk an Pointen. Es gelang ihm, das Publikum derart in den Bann zu ziehen, dass die Zeit wie im Flug verging und auch nach drei Stunden Programm die hohe Frequenz von Gags und Lachern nicht abebben wollte und der mehrfach angekündigte Schluss immer wieder hinausgeschoben werden musste.

Skurriler Mikrokosmos

Johannes Schröder, der einige Jahre als voll ausgebildeter Gymnasiallehrer für Deutsch und Englisch gearbeitet hat, führte fachkundig das Publikum in die Lebens- und Arbeitswelt der Schüler und Lehrer der Helene-Fischer-Gesamtschule ein. In diesem häufig skurrilen Mikrokosmos mit ganz eigenen Regeln ließ er eine temporeiche Mischung aus Situationskomik, Klamauk, intelligentem Wortwitz und dem Aufeinandertreffen klischeehaft überzeichneter Lehrer- und Schülerpersönlichkeiten explodieren.

Auf ein engagiertes Plädoyer für das analoge Klassenbuch folgt unvermittelt „Effi niest“, die Corona-Edition des Fontane-Klassikers „Effi Briest“.

Was fast alle Schüler ganz besonders hassen, hat die Lehrerfigur Herr Schröder zu einem Markenzeichen seiner Show entwickelt: Er nimmt gern Leute dran, unvorbereitet, aus dem Nichts, auch wenn die sich nicht gemeldet haben. Auf diese Weise bezog er immer wieder das Publikum in sein Programm mit ein.  

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