„Eine Gemeinde, eine Feuerwehr“

Meißners Wehr will mit Infomappe Neubürger für aktiven Dienst begeistern

Ein rotes Feuerwehrauto steht auf einem Hof.
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Werbung für die Wehr: Die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Meißner will neue Mitglieder gewinnen.

Die Feuerwehr Meißner tüftelt an einem Projekt, mit dessen Hilfe sie versuchen will neue Mitglieder zu gewinnen.

Meißner – „Haben ist besser als brauchen, das gilt auch für die Mitglieder einer Freiwilligen Feuerwehr“, sagt Michael Brill, Gemeindebrandinspektor in Meißner. Zwar seien aktuell die Wehren in den Ortsteilen und damit auch in der gesamten Gemeinde personell gut aufgestellt, doch darauf wolle man sich nicht ausruhen. Deshalb werde im Hintergrund an einem Projekte getüftelt, mit dessen Hilfe Meißners Wehr versuchen will, neue Mitglieder zu gewinnen, so Brill. Ziel des Projekts sei, in einer Mappe alle Informationen rund um die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Meißner zusammenzutragen. „Wie der Inhalt aufbereitet und aussehen wird, um Personen auch wirklich für den aktiven Dienst gewinnen zu können, da sammeln wir gerade noch Ideen“, erklärt Michael Brill. Ist die Mappe fertig, dann werde sie an Neubürger verteilt. So viel steht schon fest: Die Mappe soll von sechs bis 60 Jahren allen Neubürgern einen Einblick gewähren.

Gemeindebrandinspektor Meißner, Michael Brill.

Mappe statt Tag der offenen Tür

Üblicherweise würde oft ein Tag der offenen Tür veranstaltet, um neue Mitglieder anwerben zu können und einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen – egal ob Feuerwehr oder andere Vereine. Aus Erfahrung könne der Gemeindebrandinspektor jedoch sagen, dass zu diesen Veranstaltungen überwiegend Feuerwehrleute gehen würden. Das sei natürlich schön, doch auf diese Weise könnten keine neuen Mitglieder gewonnen werden.

Was die Wehr in Meißner auszeichnet? „Wir sind eine Gemeinde und eine Feuerwehr“, sagt der Wolfteröder, der nun seit knapp einem Jahr im Amt ist. „Nur gemeinsam können wir Sachen schaffen.“ Dieser Teamgedanke sei ihm als Gemeindebrandinspektor besonders wichtig. Unterstützung finde er hier auch bei seinen Stellvertretern Marcel Göttfert aus dem Ortsteil Weidenhausen und Thomas Schill aus Abterode. „Wir tauschen uns regelmäßig aus. Es ist ein schönes Miteinander“, sagt Michael Brill. Auch die Zusammenarbeit der Ortswehren solle weiterhin gefördert werden. Wenn Übungsdienste wieder möglich sind, dann sollen diese verstärkt ortsübergreifend stattfinden. Sodass jeder mit jedem zusammenarbeiten könne. Das sei auch hinsichtlich der Einsätze wichtig. Durch Urlaube, Schichtdienste und Arbeit generell seien die Mitglieder natürlich nicht rund um die Uhr und in einer bestimmten Konstellation im Einsatz.

Übung ist nötig

Die Feuerwehrmitglieder würden schon darauf warten, dass die Übungsdienste wieder möglich sind. „Wir brauchen das normale Training“, sagt Brill. Es sei zwar nicht so, dass die Einsatzkräfte vergessen würden, wie etwa ein Feuer gelöscht wird, doch geübt werde ja schließlich auch, um besser zu werden. Die Feuerwehrleute müssten zudem blind wissen, wo was im Umkleidebereich und im Fahrzeug liege. „Jeder muss seine Position kennen. Dafür sind die Übungsdienste da.“ Hanna Maitherth

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