Bislang ist nur die Feuerwehr eingezogen

DRK für ASB: Neue Rettungswache in Wichmannshausen könnte bald besetzt sein

Noch steht der rechte Teil der Feuer- und Rettungswache in Wichmannshausen leer: Bald könnte dort aber das Deutsche Rote Kreuz einziehen. Eine Einigung mit dem Arbeiter-Samariter-Bund steht in Aussicht.
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Noch steht der rechte Teil der Feuer- und Rettungswache in Wichmannshausen leer: Bald könnte dort aber das Deutsche Rote Kreuz einziehen. Eine Einigung mit dem Arbeiter-Samariter-Bund steht in Aussicht.

Seit Monaten steht die eine Hälfte der nagelneuen Rettungswache in Wichmannshausen leer - der ASB konnte wegen Personalmangels nicht einziehen. Nun ist eine Lösung in Aussicht.

Wichmannshausen – Im vergangenen Oktober wurde die neue Feuer- und Rettungswache an der Straße „Am Ehrenmal“ in nächster Nähe zur B 27 in Wichmannshausen in Betrieb genommen. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Sontra und des Arbeiter-Samariter-Bundes Nordhessen (ASB).

Kurz nach der Eröffnung wurde bekannt, dass der ASB seinen Teil der Wache – in der anderen ist die Freiwillige Feuerwehr Wichmannshausen ansässig – aufgrund von Personalmangels nicht besetzen können wird.

Seitdem steht die nagelneue Wache leer, eine Lösung zeichnet sich nun aber für die kommenden Monate ab. Bereits im Januar meldete das Deutsche Rote Kreuz Eschwege (DRK) ein offizielles Interesse am Erwerb der Hälfte der Wache an (wir berichteten).

Verhandlungen zwischen ASB und DRK laufen

Die entsprechenden Verhandlungen zwischen dem ASB und dem DRK sind immer noch am Laufen, wie Michael Görner, Geschäftsführer des ASB-Nordhessen, und Thomas Wuth, Geschäftsführer des DRK-Eschwege, beide gegenüber unserer Zeitung bestätigen.

„Wir sind in wirklich freundlichen Gesprächen, erst in der vergangenen Woche gab es wieder einen Austausch bezüglich des Verkaufes der Wache“, sagt Michael Görner vom ASB. Auch einen Zeitpunkt eines möglichen Verkaufes von Grundstück und Gebäude nennt Görner: Der ASB hoffe darauf, dass das noch im August in diesem Jahr über die Bühne gehen könne.

„Die Wache ist sofort bezugsfertig, leider waren darin ja bislang nur vier Wochen Retter untergebracht“, sagt der ASB-Geschäftsführer. Bis es so weit sei, müssten aber immer noch Vereinbarungen zur Finanzierung des Kaufes mit den Kostenträgern des DRK – den Krankenkassen – getroffen werden, bestätigt Thomas Wuth vom DRK. „Das geht aber alles nicht sofort von heute auf morgen“, ergänzt der DRK-Geschäftsführer.

Rettungswache kostete mehrere Millionen Euro

Bereits seit Anfang des Jahres hat das DRK den Auftrag für „rettungsdienstliche Tätigkeiten“ vom Werra-Meißner-Kreis übernommen.

Weil die Zukunft der Wache noch nicht geklärt war, mietete man an der Straße „Alter Graben“ in Wichmannshausen Wohnungen an. Dieses „absolute Provisorium“ bleibe auch wirklich nur noch so lange bestehen, bis ein Kauf mit dem ASB geklärt sei.

Der Spatenstich für die moderne Rettungswache fand im Dezember 2018 statt, der Bau des Teils der Feuerwehr kostete die Stadt Sontra über eine Million Euro, der Teil für den Rettungsdienst ASB kostete in etwa 1,4 Millionen Euro. (mmo)

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