Der Beruf des Elektronikers ist besonders abwechslungsreich

Täglich neu gefordert

Im dritten Lehrjahr: Dominic Koch ist Auszubildender bei Voltula in Eschwege. Er ist einer der wenigen, die im Kreis Elektroniker lernen. Neue Auszubildende werden zurzeit dringend gesucht. Fotos: Sonja Berg
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Im dritten Lehrjahr: Dominic Koch ist Auszubildender bei Voltula in Eschwege. Er ist einer der wenigen, die im Kreis Elektroniker lernen. Neue Auszubildende werden zurzeit dringend gesucht. 

Witzenhausen. Ein Job mit täglich wechselnden Aufgaben, Wirkungsgebieten sowie Technologien, die sich jedes Jahr modernisieren und neu erfinden, das ist der Beruf des Elektronikers.

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„Unser Beruf ist wahnsinnig abwechslungsreich und spannend“ erklärt Gunnar Beck, der die Firma Voltula in der Eschweger Innenstadt führt. Für den Betrieb sind eigene Fachkräfte besonders wichtig, deshalb setzen sie gerne auf Auszubildende. Seit der Gründung in 2013 haben sie bereits zwei Azubis fertig ausgebildet, Dominic Koch befindet sich gerade im dritten Lehrjahr. Für eine Ausbildung zum Elektroniker sollte man einen guten Hauptschulabschluss und gute Kenntnisse in Mathe und Physik mitbringen. „Uns ist am wichtigsten, dass man Interesse am Beruf und an Technik mitbringt“, fügt Gunnar Beck an.

Dominic Koch wusste schon früh, in welche Richtung er beruflich gehen wollte. „Ich habe mich schon immer für Technik interessiert und dafür, wie Geräte aufgebaut sind und funktionieren, mit Praktika habe ich dann geschaut, ob meine Vorstellung vom Beruf mit der Wahrheit übereinstimmt“, erklärt der Auszubildende. „Ein Praktikum vorab ist für beide Seiten gut, um sich einen Eindruck zu verschaffen“, so Gunnar Beck.

Risiko und Verantwortung

Elektroniker ist ein Beruf mit großem Risiko und Verantwortung, auch das sollte den Auszubildenden bewusst sein. „Wir kümmern uns um so viel Elektrizität im Haus, wenn dabei etwas schief läuft, können Menschen verletzt werden“.

Jeden Tag warten neue Aufgaben auf die Elektroniker. Steckdosen erweitern, Satellitenanlagen montieren, weiße Ware wie Waschmaschinen installieren, Kundendienst und Reparaturen gehören genauso zum Alltag wie Elektrizität in einen Neubau zu bringen oder Netzwerke zu bauen. „Das Besondere ist, dass man jeden Tag etwas neues lernt und sich die Technik ständig weiterentwickelt, man muss sich dauernd mit neuen Technologien beschäftigen“, so Gunnar Beck. So ist in den vergangenen Jahren das Smart Home hinzugekommen, bei dem sich Haustechnik und Haushaltsgeräte mobil über das Internet von unterwegs steuern lassen.

Zur Ausbildung im Betrieb gehört auch die Berufsschule in Witzenhausen sowie die überbetriebliche Ausbildung, die bis zu viermal im Jahr eine Woche lang in Lauterbach stattfindet.

Insgesamt dauert die Ausbildung dreieinhalb Jahre. „Mir macht besonders der Kundendienst Spaß, dabei gibt es immer neue Aufgaben und Herausforderungen“, erklärt der 19-jährige Auszubildende aus Eschwege.

Weiterbildung

Die Möglichkeiten nach der Ausbildung sind vielfältig wie der Beruf selbst: Man kann sich weiterbilden zum Techniker oder Meister und damit dann sogar studieren. Natürlich kann man sich auch selbstständig machen und sein eigener Chef sein: Gunnar Beck hat diesen Schritt in 2013 gewagt und führt nun sein eigenes Unternehmen mit sechs Angestellten und Aufträgen weit über den Werra-Meißner-Kreis hinaus. „Wir haben einen Beruf mit Zukunft, die Technik wächst ständig und Strom möchte jeder in seiner Wohnung haben, dazu kommt, dass im vergangenen Jahr nur sechs Auszubildende fertig geworden sind, gute Elektroniker werden also immer einen sicheren Job haben“, fügt Gunnar Beck abschließend an. (sb)

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