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Engagement im Werra-Meißner-Kreis steigt wieder

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Von: Eden Sophie Rimbach

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Prägend war die Coronapandemie unter anderem für die FSSJler des Schuljahres 2019/2020. Auf Abstand die FSSJler der Brüder-Grimm-Schule Eschwege wie auf diesem Archivfoto im Jahr 2020 ihre Zertifikate. achiv
Prägend war die Coronapandemie unter anderem für die FSSJler des Schuljahres 2019/2020. Auf Abstand die FSSJler der Brüder-Grimm-Schule Eschwege wie auf diesem Archivfoto im Jahr 2020 ihre Zertifikate. archiv © privat

Die Coronapandemie hat sich auch auf Freiwilligendienste ausgewirkt. Omnibus – die Freiwiligenagentur und Volunta vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Hessen berichten, wie sich junge Menschen im laufenden Schul- beziehungsweise Bildungsjahr einsetzen.

Werra-Meißner – „Ich bewundere es, wie die Jugendlichen das durchgehalten haben“, sagt Christine Horn über das Freiwillige Soziale Schuljahr (FSSJ) seit Beginn der Coronapandemie. Gemeinsam mit Andrea Eckardt koordiniert sie dieses bei der Freiwilligenagentur Omnibus. Im Werra-Meißner-Kreis bewege sich die Zahl der Schüler, die sich neben der Schule in einem FSSJ engagieren, mit derzeit 102 Freiwilligen wieder nahe der vor der Pandemie durchschnittlich etwa 110 Teilnehmer. Nach zirka 60 Schülern im Startschuljahr 2016/17 und den danach etwa 110 Schülern seien es während der Pandemie jeweils etwa 80 pro Schuljahr gewesen.

Für 19 der FSSJler, die seit Herbst 2022 teilnehmen, ist es das zweite oder dritte Freiwillige Soziale Schuljahr. Wie Christine Horn erklärt, engagieren sich einige von ihnen wieder an ihrer alten Stelle, während andere ihr Engagement verändert haben. Bewundernswert finde sie es, dass einige von ihnen die erneute Teilnahme damit begründen, dass sie die Pandemie beim ersten FSSJ ausgebremst habe und sie nun ihren Einsatz zeigen möchten.

„Es war natürlich immer ein bisschen schwierig“, erinnert sie sich an den Beginn der Coronapandemie. Für einige FSSJler seien pandemiebedingt Stunden am Einatzort entfallen. Eine Anerkennung erhielten sie dennoch. Nachdem für Vereine und weitere Einsatzstellen klar gewesen sei, wie Regelungen wie die Hygienemaßnahmen gestaltet werden, sei die Umsetzung des FSSJs wieder einfacher geworden.

Von einer Unsicherheit während des ersten Jahres der Pandemie berichtet Christine Orth-Theis, Pressesprecherin von Volunta. Insebesondere den Internationalen Freiwilligendienst habe das betroffen.

Keine Ausreisen habe es 2021 gegeben. Demgegenüber stehen 114 Freiwillige aus ganz Deutschland, die derzeit über Volunta in Ländern des globalen Südens sind.

„Wir hatten immer Freiwillige aus Südafrika, Bolivien, Columbien, Ruanda Namibia und Indien“, erklärt sie und fügt hinzu, dass diese ihren Freiwilligendienst während der gesamten Zeit der Coronapandemie in deutschen DRK-Einrichtungen geleistet haben.

Im Gegensatz zu Christine Horn berichtet sie von einem Einbruch der FSJler Hessens im laufenden Bildungsjahr, nachdem das Interesse an einem FSJ hessenweit nach einer kurzen Umorientierung zu Pandemiebeginn wieder gestiegen sei.

Das könne daran liegen, dass es wieder mehr andere Möglichkeiten wie Work and Travel, Praktika und Ausbildungsplätze gebe. 250 FSJler weniger verzeichne Volunta hessenweit.

Mit derzeit 29 Freiwilligen habe sich die Zahl im Werra-Meißner-Kreis gegenüber jeweils 24 in den Bildungsjahren zuvor leicht gesteigert.

Eine Herausforderung habe die Pandemie auch beim Anbieten der 25 Seminartage für die Teilnehmer geboten. Diese gehören zum FSJ, Freiwilligen Ökologischen Jahr und Bundesfreiwilligendienst.

„Das war für alle Träger eine große Umstellung“, sagt sie. Ähnlich wie Schulen und Universitäten habe Volunta digitale Plattformen nutzen müssen. „Manches davon hat sich wirklich bewert“, erklärt Christine Orth-Theis, dass einiges davon weiterhin genutzt werden.

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