Entsetzen über Verwüstung

Ortsbeirat Oberdünzebach kämpft mit Vandalismus am Mehrgenerationenplatz

Räumen auf: Ortsvorsteher Matthias Herzog und Ehefrau Hilde kehren Scherben zusammen und heben einen Tisch von einem Balken an der Decke. In der Schutzhütte in Oberdünzebach ist Vandalismus immer wieder ein Problem.
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Räumen auf: Ortsvorsteher Matthias Herzog und Ehefrau Hilde kehren Scherben zusammen und heben einen Tisch von einem Balken an der Decke. In der Schutzhütte in Oberdünzebach ist Vandalismus immer wieder ein Problem.

Der Ortsbeirat Oberdünzebach kämpft mit Vandalismus am Mehrgenerationenplatz.

Oberdünzebach – Eigentlich freut sich Oberdünzebachs Ortsvorsteher Matthias Herzog über die Jugendlichen, die den Mehrgenerationenplatz hinter der Sporthalle nutzen. „Aber so sollten sie es nicht hinterlassen“, sagt Herzog und sieht sich in der 2019 erbauten Schutzhütte um. Grund für seinen Ärger ist der Müll, der überall auf dem Boden verstreut liegt.

Saftpackungen, Zigarettenstummel, Glasscherben und Flyer von Pizzadiensten werden in der Schutzhütte zurückgelassen. Von einem Deckenbalken baumelt ein Tisch. Weitere Tischteile liegen auf dem Boden. „Der stand vor Kurzem noch ordentlich in einer Ecke der Hütte. Die Jungs hatten sich den mitgebracht“, erklärt der Ortsvorsteher. Wer da so zerstörerisch am Werk war, weiß er nicht. „Ob es Jugendliche von hier sind oder ob die aus Eschwege kommen, wissen wir nicht.“

2500 Euro für die Sanierung der Schutzhütte

Vandalismus hätte es in Oberdünzebach in den vergangenen Monaten immer wieder gegeben. „Aber das hatte noch nie ein solches Ausmaß“, sagt Herzog. 2500 Euro seien jetzt nötig, um die Schutzhütte zu restaurieren, stellte die Stadt Eschwege fest.

Besonders das Reinigen und Überstreichen der mit grüner Farbe beschmierten Wände und Bänke mache die Arbeiten so aufwendig, sagt Herzog. Um die Kritzeleinen an den Wänden und Einschnitte am Holz zu überstreichen, bekommt Oberdünzebachs Ortsvorsteher Hilfe vom Baubetriebshof Eschwege.

Und Matthias Herzog will noch mehr tun: „Ich habe schon den Vorschlag gemacht, dass Büsche gepflanzt werden, sodass es nicht mehr möglich ist, über die Wiese bis an die Hütte heranzufahren.“

Ortsbeirat will Probleme an der Hütte angehen

Auch eine Überwachung mit Kameras wünscht sich Herzog, das ist zwar bisher nicht möglich, aber der Ortsvorsteher überlegt weiter, wie die Schutzhütte besser überwacht werden kann. Dafür hofft er auch auf die Unterstützung der Oberdünzebacher. „Die Anwohner hören und sehen ja bestimmt auch etwas.“

Zusammen mit der Stadt und den Menschen in Oberdünzebach will der Ortsbeirat die Probleme an der Schutzhütte angehen, damit Seniorentreffs, Sport- und Radfahrgruppen wieder eine Hütte ohne Scherben nutzen können. (Kim Hornickel)

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