RP erteilt Einleiterlaubnis

K+S erhält für 2021 Erlaubnis für Salzentsorgung in Werra

Erlaubnis verlängert: K+S darf auch im kommenden Jahr Salzabwässer in die Werra leiten. Unser Bild zeigt das Einleitrohr am Standort Hattorf bei Philippsthal.
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Erlaubnis verlängert: K+S darf auch im kommenden Jahr Salzabwässer in die Werra leiten. Unser Bild zeigt das Einleitrohr am Standort Hattorf bei Philippsthal.

Der Kali-Konzern K+S darf auch im kommenden Jahr Salzabwasser in Werra und Weser entsorgen. Das Regierungspräsidium Kassel (RP) erteilte dem Unternehmen eine entsprechende Einleiterlaubnis.

Werra-Meißner - Allerdings gelten verschärfte Grenzwert für Chlorid. Die Erlaubnis sei eine gute Nachricht für die Mitarbeiter im hessisch-thüringischen Kalirevier, sagte K+S-Chef Burkhard Lohr am Mittwoch: „Sie zeigt, dass unsere umfangreichen Investitionen und Maßnahmen zur weiteren Entlastung der Umwelt anerkannt werden und ist auch künftig Ansporn, weitere Verbesserungen auf den Weg zu bringen.“

Für K+S hat die Genehmigung erhebliche wirtschaftliche Bedeutung. Die Produktion im Kalirevier hängt an der Entsorgung von Abwasser. Dabei ist die Werra, die in die Weser mündet, ein wichtiger Weg. Die Einleitung wird von Umweltschützern allerdings wegen gravierender Folgen für Ökosysteme und Trinkwasser kritisiert.

Strittig sind zwischen dem Unternehmen und den Anrainer-Ländern an Werra und Weser die Einleitgrenzwerte. K+S hatte angekündigt, die mit der Politik vereinbarten niedrigeren Werte nicht einhalten zu können und darauf verwiesen, dass 5300 Arbeitsplätze direkt an der Produktion im Werra-Gebiet hingen. In der neuen Erlaubnis gibt es jetzt eine moderate Senkung des Grenzwertes für Chlorid von 2500 auf 2400 Milligramm pro Liter Wasser.

Damit sei eine ohnehin geplante Reduzierung der Salzkonzentration in den Flüssen um ein Jahr vorgezogen worden, erklärte K+S. Eine Entscheidung über die Einleitung in den Jahren 2022 bis 2027 solle im kommenden Jahr erfolgen, wenn die Anrainerländer in der Flussgebietsgemeinschaft Weser einen neuen Bewirtschaftungsplan für den Fluss beschlossen haben. Dieser wird sich ebenfalls mit der Frage von Grenzwerten befassen.  dpa

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