Anwohner kritisiert Autofahrer

Nach Transporter-Unfall im Vorgarten: Hier hat es schon fünf Mal gekracht

Spuren noch deutlich sichtbar: Über diese Betonmauer des Gartenzaunes von Erhard Krück flog der Transporter des HNA-Auslieferungsfahrers, riss sich dabei vermutlich die Ölwanne auf und prallte erst gegen einen einbetonierten Pfeiler eines Gartenzauns und prallte anschließend frontal gegen die Wand der Garage des Grundstückes an der Witzenhäuser Straße. Foto: Ulbrich

Velmeden. Nach dem Unfall in der Nacht zu Montag in Velmeden mit drei Schwerverletzten kritisiert Anwohner Erhard Krück das Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer am Ortsausgang.

Kopfschüttelnd steht Erhard Krück im Garten seines Grundstückes an der Witzenhäuser Straße in Velmeden. Wenige Stunden zuvor war dort ein Kleintransporter nach einem Unfall über einen Bordstein abgehoben, in den Garten des 63-Jährigen geflogen und frontal gegen die Garage des Hauses am Velmeder Ortsausgang geprallt.

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„Das ist jetzt bestimmt schon das fünfte Mal, dass sich hier auf der Ecke ein derartiger Unfall ereignet hat“, sagt der Velmeder. Der auch diesmal teils zerstörte Zaun sei erst vor zwei Jahren nach einem Unfall erneuert worden, auch die Garage sei nicht das erste Mal betroffen. Damals habe ein Lastwagen auf glatter Straße die Kontrolle verloren, sei durch den Garten gerutscht und schließlich in der Garage erst zum Stehen gekommen. Der Fahrer habe damals ein Bein verloren, sowohl Garage als auch das Auto seines Vaters wurde völlig zerstört, sagt der 62-Jährige.

Beim jüngsten Unfall habe der 71-jährige Fahrer des mit hunderten HNA-Ausgaben beladenen Kleintransporters wohl noch Glück gehabt, vermutet Krück. Er zeigt auf den fest einbetonierten Pfeiler des Gartentores unmittelbar neben der Garage. „Der hat sicher eine Menge Geschwindigkeit und Energie vor dem Aufprall weggenommen.“

Ihn wundere es nicht, dass es nahe seines Grundstückes am Ortsausgang „häufiger kracht“. Zum einen habe die Frequenz des Lastwagen-Verkehrs durch die A-44-Baustellen deutlich zugenommen. Und die Situation vor und hinter dem Ortsschild verleite nun mal dazu, entweder zu schnell nach Velmeden ein- oder aus dem Ort heraus zu fahren. Allerdings gelte dies in keinster Weise nur für den Schwerlastverkehr, sondern betreffe alle Nutzer der Route zwischen Hessisch Lichtenau und Witzenhausen.

Er wolle sich daher dafür einsetzen, dass man einen festen Blitzer in Velmeden installiert, so wie in vielen Ortschaften entlang der Landesstraße.

Dass seine Forderung nicht unberechtigt erscheint, beweist der Fahrer eines sportlichen Audi A 6, der bereits 100 Meter vor dem Ortsschild seinen Motor aufheulen lässt und mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit an Krück vorbei braust.

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