Erkältungswelle sorgt derzeit für volle Arztpraxen

Werra-Meißner. Die Arztpraxen im Kreis sind in diesen Tagen besonders voll. „Von einer Grippewelle kann man aber noch nicht sprechen“, sagt die Sprecherin der Ärzte im Werra-Meißner-Kreis, Dr. Klaudia Ress. Vielmehr seien die Wartezimmer von Erkältungsgeplagten bevölkert.

 „Atemwegsinfekte behandeln wir momentan doppelt so viel wie üblich“, sagt Ress, die in Hessisch Lichtenau eine Praxis betreibt. In der Praxis des Eschweger Arztes Dr. Markus Theophel werden in Spitzenzeiten über 100 Patienten pro Tag behandelt.

Etwa genauso häufig wie Erkältungskrankheiten treten derzeit Magen-Darm-Erkrankungen mit Brechen und Durchfall auf. Die bakteriellen Atemwegserkrankungen dauern derzeit nach den Erfahrungen von Dr. Ress länger und sind teilweise auch schwerer. „Wir müssen Patienten häufiger wegen der Schwere der Erkrankung ins Krankenhaus einweisen“, sagt die Ärzte-Sprecherin. Richtige Influenza-Fälle wurden dem Gesundheitsamt Werra-Meißner laut Sprecherin Sylvia Weinert bislang nur zwei gemeldet. Dass eine Grippe-Welle durchaus noch auftreten kann, glaubt Dr. Bernd Heinemann aus Eschwege. „Frankreich ist nah genug, dass sich die Grippe-Welle auch bis in unsere Region ausbreiten kann“, sagt der Mediziner. Genau wie das Gesundheitsamt rät Heinemann zur Schutzimpfung. Die sei auch jetzt noch wirksam. Zwei Wochen dauere es, bis der Körper gegen die Grippeviren immun sei. Auch wenn sich Grippeviren variabel zeigten, werde der Impfstoff – mit Verzögerung – angepasst. Die Zahl der Krankschreibungen hat sich indes im Vergleich zum Vorjahr kaum erhöht. Laut BKK Werra-Meißner sei die Zahl konstant. Hochrechnungen für den Januar gehen von 3069 eingereichten Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen aus. 2016 waren es im gleichen Monat 2984. Diesen Trend bestätigt auch Klaus Herwig von der AOK.

 

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Rubriklistenbild: © dpa

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