50-Jährige wollte auf Radweg B 249 queren und wurde von Auto erfasst

Erneut Radfahrerin bei Frieda verunglückt

Gefährlich: An dieser Stelle bei Frieda kreuzt der Radweg die Bundesstraße 249.
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Gefährlich: An dieser Stelle bei Frieda kreuzt der Radweg die Bundesstraße 249.

Erneut ist es an der Querung des Radweges R5 und der B 249 bei Frieda zu einem schweren Unfall gekommen, bei dem eine 50-jährige Radfahrerin aus der Gemeinde Meinhard verletzt worden ist.

Frieda - Wie die Polizei mitteilte, war die Radfahrerin gegen 15.20 Uhr auf dem dortigen Radweg unterwegs und musste dann die Bundesstraße überqueren, um dem Radweg zu folgen. An dieser Stelle ist wegen des Radweges die Geschwindigkeit auf 80 Stundenkilometer beschränkt, als Querungshilfe für Radfahrer dient eine Verkehrsinsel.

Laut der Polizei fuht die 50-Jährige los, als die Fahrbahn auf ihrer Seite (aus Richtung Eschwege) frei war. Kurz nachdem sie losgefahren war, wurde sie von einem Auto erfasst, das aus Richtung Wanfried kam und verbotswidrig links an der Verkehrsinsel vorbeifuhr. Das Auto wurde von einem 37-jährigen Eschweger gefahren. Laut Zeugen hatte der 37-Jährige zuvor einen Kleinlaster überholt und es dann nicht mehr geschafft, vor der Verkehrsinsel nach rechts auf seine Fahrspur einzuscheren.

Die Radfahrerin erlitt durch den Zusammenstoß schwere Prellungen und wurde in das Krankenhaus gebracht. Auch der Autofahrer erlitt einen Schock und wurde ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Der entstandene Schaden wird auf rund 2500 Euro beziffert.  

Erst im Oktober vorigen Jahren war an der selben Stelle eine 52-jährige Radfahrerin beim Queren der Bundesstraße mit einem Motorradfahrer zusammengestoßen und war bei dem Unfall schwer verletzt worden.

Schon im Oktober hatte der Unfall wieder die Bürgerinitiative „Pro Südumgehung“ auf den Plan gerufen, die für den Radweg schon seit Jahren eine Untertunnelung fordert. Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill hatte seinerzeit eine pragmatischere und vor allem schneller umsetzbare Lösung vorgeschlagen: die Einrichtung einer von Hand schaltbaren Fußgängerampel. Hessen Mobil prüfe seit mehren Monaten, welche Lösung sich eigne. Im Oktober noch hatte Hessen Mobil mitgeteilt, dass es sich nach ihrer Auffassung nicht um einen Unfallschwerpunkt handelt. (Stefanie Salzmann)

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