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Eröffnungsgottesdienst in der Burgkirche St. Bartholomäus nach Renovierung

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Von: Kristin Weber

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Pfarrerinnen und Kirchenvorstand: (von links) Kathrin Klöpfl, Sylvia Hemmerich, Sybille Virnau, Thomas Fehr, Wilfried Deist, Albrecht Göls, Ines Preiss und Dekanin Ulrike Laakmann.
Die renvoierte Burgkirche St. Bartholomäus in Herleshausen. © Weber, Kristin

Die Renovierung der Burgkirche in Herleshausen ist nach drei Jahren abgeschlossen. Jetzt feiert die Gemeinde wieder Gottesdienste in St. Bartholomäus.

Herleshausen – Drei Jahre lang wurde die Burgkirche St. Bartholomäus renoviert. „Drei Jahre lang herrschte ein Mangel an Zuflucht, Begegnung und Trost“, sagte Pfarrer Manfred Gerland. Nun ist der Mangel überwunden und die evangelische Gemeinde in Herleshausen freute sich umso mehr über den ersten Gottesdienst in der renovierten Kirche.

Diese erstrahlt jetzt mit neuer Beleuchtung und dezenten Farben in Weiß und Grau, um den Fokus auf die historischen Fresken im Chorraum zu legen. Marita und Thomas Fehr sowie Wilfried Deist gaben einen Rückblick auf die Bauarbeiten: Die wichtigste Frage sei gewesen: Wie heizen? Als in der Vorbereitung auf die Sanierung die Entscheidung gegen eine elektrische Sitzheizung gefallen war, wurde die mit Gas betriebene Warmluftheizung erneuert. Es wurden aber auch Leitungen verlegt, sodass man in der Mitte des kreuzförmigen Kirchenschiffs immer noch Infrarotstrahler einbauen könnte.

Neues Licht für die Burgkirche in Herleshausen

Komplett erneuert wurde auch die Elektrik, sodass jetzt überall dimmbare Leuchten das Kirchenschiff und die Emporen in schönes Licht tauchen. Der Putz an der gewölbten Tonnendecke hatte Risse bekommen, also wurde auch dieser erneuert. Die Bänke wurden neu gestrichen, aber es wurden nicht alle wieder eingebaut, sodass in der Mitte der Kirche mehr Platz bleibt. Auch auf der ehemaligen Landgrafenempore ist Platz für die Musiker. Was noch fehlte, sei die Renovierung des Chorraums mit seinen Fresken. „Doch dies wäre ein eigener Bauabschnitt“, sagte Thomas Fehr.

Pfarrerinnen und Kirchenvorstand: (von links) Kathrin Klöpfl, Sylvia Hemmerich, Sybille Virnau, Thomas Fehr, Wilfried Deist, Albrecht Göls, Ines Preiss und Dekanin Ulrike Laakmann.
Pfarrerinnen und Kirchenvorstand: (von links) Kathrin Klöpfl, Sylvia Hemmerich, Sybille Virnau, Thomas Fehr, Wilfried Deist, Albrecht Göls, Ines Preiss und Dekanin Ulrike Laakmann. © Weber, Kristin

Nun gilt es erst mal das finanzielle Defizit aufzufangen, weshalb die Einnahmen der Kollekte zur Hälfte der Renovierung zu Gute kamen. Albrecht Göls würdigte die Sanierung. „Ich wohne seit 24 Jahren in Herleshausen, genauso lange wird an der Kirche gearbeitet. In den letzten drei Jahren hat mir das hohe Haus gefehlt, und wir alle haben diesen Tag herbeigesehnt. Und ich denke, es ist ein beeindruckendes Ergebnis!“

Burgkirche St. Bartholomäus als wichtige Begegnungsstätte

Auch Dekanin Ulrike Laakmann sprach ihre Anerkennung für die Handwerker und die baufachliche Leistung aus, sowie für alle, die im Hintergrund mitgeholfen haben. „Eine Kirche ist ein Denkmal“, sagte sie. „Der Kirchturm verbindet Himmel und Erde. Wir brauchen diesen Haftpunkt nach oben.“ In jeder Kirche erzähle jeder Stein aber auch von den Menschen, die den Raum mit Leben füllten. Ja, jedes Gemeindemitglied sei selbst ein lebendiger Stein der Kirche.

Einen Gruß an die Gemeinde gab es von Pfarrer Martin von Frommershausen. Bürgermeister Lars Böckmann sagte: „In unsicheren Zeiten wie diesen, ist es wichtig, dass es solche Begegnungsstätten gibt. Der gesamte Lebenskreis von Taufe über Trauung bis zum Tode findet in der Kirche statt.“ Für ihren Einsatz wurden Pfarrerin Kathrin Klöpfl und Pfarrerin Marita Fehr geehrt. Diese hatte mit Sylvia Hemmerich noch eine Ansprache in Herleshäuser Mundart einstudiert, für die es viel Applaus gab.

Ebenso für den Posaunenchor unter der Leitung von Andreas Aßmann, den Flötenchor unter der Leitung von Klaus-Jürgen Licht und die Kirchenchöre von Herleshausen und Wommen, die von Beate Bussas geleitet wurden. Gefeiert wurde mit einem Imbiss, den die Konfirmanden mit Ingrid Schuch und Bäckerinnen aus dem Ort hergestellt hatten. Prinz Alexis von Hessen spendierte Sekt aus der eigenen Kelterei.

(Kristin Weber)

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