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Erste Erfolge gegen Miniermotte in Reichenbach

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Gemeinsam gegen die Miniermotte: Gustav Prüßner (von links), Stefan Sippel, Astrid Sippel, Lothar Quanz, Gerhard Koch, Lothar Freund und Ortsvorsteherin Birgit Osigus-Koch. © zlr

Reichenbach. Im Kampf gegen die Miniermotte hat die Gemeinde Reichenbach einen Erfolg vorzuweisen. Die Blätter der Kastanie direkt vor der Kirche zeigten keinerlei Anzeichen mehr von einem Befall durch die Motte.

Zwei Jahre dauerte es, bis sich der Erfolg an der Klosterkirche in dem Lichtenauer Stadtteil abzeichnete. Dort startete die Aktion im Jahr 2009.

Die Mitglieder des Reichenbacher Ortsbeirates hatten den Kreisvorsitzenden der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Lothar Quanz, zusammen mit Gustav Prüßner und Förster Lothar Freund am Samstag zur Laubsammelaktion erneut nach Reichenbach geladen, um sich im dritten Jahr der Aktion bei konsequenter Umsetzung der bisherigen Maßnahmen vom Ergebnis überzeugen zu können.

Die Reichenbächer beschränkten sich nicht nur auf das Einsammeln der Blätter und die ordnungsgemäße Entsorgung. Nistkästen für Blaumeisen, gebaut von einer Schulklasse aus Hessisch Lichtenau, waren sowohl in der Kastanie vor der Klosterkirche als auch in den übrigen befallenen Bäumen im Ort verteilt.

Miniermotte auf dem Speisezettel

Dank der Unterstützung durch die Blaumeise, die die Miniermotte mit auf ihrem Speisezettel hat und auch an den dünneren Zweigen im Randbereich der Bäume auf Beutezug geht, präsentierte sich die Kastanie vor der Klosterkirche am Samstag in einem für alle erfreulichen Zustand. Die abgefallenen Blätter zeigten weder Lochfraß noch waren die für den Mottenbefall typischen Flecken auszumachen.

Das macht Hoffnung, die Verbreitung der Miniermotte relativ schnell in den Griff zu bekommen. Allein im vergangenen Jahr sind etwa 25 Tonnen Kastanienblätter in Containern gesammelt und über den Abfallzweckverband entsorgt worden, schätzte Lothar Quanz den Erfolg der Aktion allein in 2010 ein. Lothar Freund war noch einmal der Appell an alle Laubsammler wichtig, mit Rücksicht auf die Kleintiere grundsätzlich keine Sauger zu verwenden.

Klar, dass es am Samstag in Reichenbach Grund genug gab, auf den Erfolg anzustoßen. So hatte der Ortsbeirat nicht nur ein kleines Buffet vor der Klosterkirche mit frisch gebackenen Brezeln, Kaffee und Tee vorbereitet, sondern auch an einen guten Tropfen gedacht. (red)

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