Bis Anfang Mai ist er in Eschwege unterwegs

Eschwege: Erster E-Bus im Testbetrieb

Waren bei der ersten Testfahrt mit dabei: (von links) Roland Lentz (Geschäftsführer Nahverkehr WMK), Bernd Frölich, Lars Kleeberg und Johannes Thomas (beide Wirtschaftsförderung) sowie Bürgermeister Alexander Heppe.
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Waren bei der ersten Testfahrt mit dabei: (von links) Roland Lentz (Geschäftsführer Nahverkehr WMK), Bernd Frölich, Lars Kleeberg und Johannes Thomas (beide Wirtschaftsförderung) sowie Bürgermeister Alexander Heppe.

Der eine oder andere wird ihn vielleicht schon gesehen haben: Im Stadtverkehr in Eschwege fährt nun testweise ein E-Bus.

Eschwege – Der schnittige grau-blaue Bus fällt auf und so kann man als Fahrgast viele Passanten beobachten, die verwundert stehen bleiben, wenn Eschweges erster E-Bus an ihnen fast lautlos vorbeirollt. Erst seit ein paar Tagen ist er im Einsatz und soll nun für die kommenden Wochen auf den Stadtlinien 1 und 2 getestet werden. Geht es nach Busbetreiber und Reiseunternehmer Bernd Frölich, könnte der E-Bus auch noch etwas länger in der Dietemannstadt verweilen.

„Der Bus ist eine echte Besonderheit“, schwärmt Frölich. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Modellen ist er kein Hybrid, sondern zu 100 Prozent ein Elektromobil. Und das heißt: null CO2-Emissionen sowie keine Lärmbelästigung.

Momentan schafft der Bus die kleine Stadtroute mit seiner Akku-Reichweite von rund 200 Kilometern locker und so kann er täglich von 10.30 bis 16 Uhr ohne zwischenzeitliches Aufladen eingesetzt werden. Bei den Fahrgästen komme der neue Bus gut an, wie Frölich berichtet. „Die Leute sind sehr interessiert und stellen sich extra für den E-Bus an.“

Arbeitskreis E-Mobilität will Mobilität verbessern

Zu Zeiten ohne Abstandsregeln könnten 75 Passagiere im E-Bus Platz finden, ein durchschnittlicher Linienbus bietet 100 Personen Platz. „In der Innenstadt setzen wir eh schon seit Längerem kleinere Modelle ein, da sie wendiger sind“, berichtet Roland Lentz, Geschäftsführer des Nahverkehr Werra-Meißner.

Zusammen mit Bernd Frölich, der Wirtschaftsförderung Werra-Meißner und vielen weiteren regionalen Akteuren gehört er dem Arbeitskreis E-Mobilität an, der es sich zum Ziel gesetzt hat, über strombetriebene Fahrzeuge die Mobilität in der Region zu verbessern.

„Dies ist nun ein erster Schritt in die richtige Richtung“, erklärt Lars Kleeberg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Werra-Meißner.

E-Motoren bei Nutzfahrzeugen noch nicht so ausgereift

Damit in Zukunft die Busse durch E-Busse ersetzt werden können, muss sich allerdings noch etwas in Sachen Technik tun, wie Bernd Frölich berichet: „Bei den Nutzfahrzeugen sind die E-Motoren noch nicht so ausgereift wie in anderen Bereichen, da es für technische Innovationen große Stückzahlen braucht.“ Doch in ein paar Jahren sollte es auch hier so weit sein, dass es die E-Busse mit Dieselmotoren aufnehmen könnten.

Dass das Thema die Menschen im wahrsten Sinne des Wortes bewege, würde man an der guten Resonanz aus den vergangenen Tagen deutlich spüren, stellt Bürgermeister Alexander Heppe zufrieden fest. „Klimaschutz beginnt eben nicht irgendwo auf einem Klimagipfel, sondern direkt hier bei uns vor der Haustür.“ (Ulrike Käbberich)

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