Witzenhausen will Zeichen für fairen Handel setzen – Steuerungsgruppe gebildet

Erster Schritt zum Prädikat

Optimistischer Start: Die Förderer des Fair-Trade-Projektes in Witzenhausen, vorn von links Susanne Dörrig-Kiedos, Miriam Gerke, Bettina Brübach-Teye, Angela Fischer, Gertrud Siekmann. Foto:  Träger

WITZENHAUSEN. Die Auszeichnung „Fair Trade Town“ passe zu Witzenhausen. Es gebe jetzt schon zahlreiche Betriebe, die fair gehandelte Produkte anbieten. Das ist das Ergebnis einer Informationsveranstaltung von Stadt und Pro Witzenhausen GmbH im Rathaus.

Daran nahmen Gewerbetreibende, Vertreter von Bildungseinrichtungen, Schulen und Kindergärten teil. Pro-Witzenhausen-Geschäftsführerin Miriam Gerke stellte das Projekt vor: Jedermann könne den fairen Handel mit seinem eigenen Konsumverhalten unterstützen. Die Bewerbung bedeute aber keinesfalls, dass alle Geschäfte und Lokale gezwungen sein werden, ausschließlich fair gehandelte Produkte anzubieten. Es reiche mitunter aus, das bestehende Sortiment zu ergänzen.

Gerke: „Die Auswahl ist groß. Wenn sich Einzelhändler und Gastronomie beteiligen wollen, ist bestimmt für jeden ein Artikel dabei.“

Zwei Schulen im Boot

Im Sinne von fairem Handel gibt es bereits das Projekt Weltgarten, das das Tropeninstitut mit Schulklassen betreibt. Es ist anerkanntes Unesco-Projekt. Zwei Schulen im Stadtgebiet befassen sich damit, Eine-Welt-Schule zu werden, und haben entsprechende Aktivitäten gestartet. Dies sind die Gelstertalschule in Hundelshausen und die Lindenhofschule in Gertenbach.

Ein Kriterium auf dem Weg zur Anerkennung als Fair-Trade-Stadt ist die Bildung einer Steuerungsgruppe, die sich regelmäßig trifft und Projekte beschließt. Sie soll aus Vertretern der Verwaltung, des Einzelhandels, der Kirchen, von Schulen und Bildungsstätten sowie von Vereinen und Medien bestehen.

Parlament berät

Eine Reihe von Personen erklärte sich in der Gründungsversammlung bereit, in der Gruppe mitzuwirken. Eine ihrer ersten Aufgaben wird es sein, Betriebe in Handel und Gastronomie zu gewinnen und mitzuwirken.

Voraussichtlich am 21. Juni wird die Stadtverordnetenversammlung einen Grundsatzbeschluss zur Fair-Trade-Stadt fassen. Damit ist eine weitere Voraussetzung für das Prädikat erfüllt. (wke)

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