Fünf weitere Windräder sollen gebaut werden

Erweiterung von Windpark Hausfirste bei Großalmerode geplant

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Sie bekommen - wenn der Energieversorger Entega alle Voraussetzungen erfüllt - bald Gesellschaft: Zehn Windräder stehen seit gut einem Jahr bereits im Windpark Hausfirste, ein Erweiterung um fünf Anlagen ist geplant.

Großalmerode. Der Energieversorger Entega plant eine Erweiterung des Windparks Hausfirste bei Großalmerode. Man beabsichtige den Bau von fünf Anlagen, bestätigt Entega-Sprecher Matthias Send auf Anfrage.

Ein zeitlicher Ablauf sei momentan noch offen, bisher liege noch keine Genehmigung vor. „Wir befinden uns noch in der Entwicklungsphase und werden voraussichtlich zum Jahresende den Antrag beim Regierungspräsidium in Kassel einreichen.“

Auch Matthias Dumm, Leiter des Forstamts Hessisch Lichtenau, dem die Flächen gehören, bestätigt, dass seitens der Entega ein Genehmigungsverfahren angestrebt wird. „Erst, nachdem geprüft wurde, ob das Vorhaben rechtlich möglich ist, aus naturschutzrechtlicher Sicht machbar ist und feststeht, wie viele Anlagen genehmigt wurden, wird unsere Betriebsleitung mit der Entega über die Konditionen verhandeln.“ Die Anlagen sollen – von Großalmerode aus gesehen – südwestlich vor den zwischen 2015 und 2017 gebauten zehn Anlagen zum Tal hin errichtet werden.

Obwohl sie erst ab 20 Windrädern dazu verpflichtet ist, strebt die Entega laut Großalmerodes Bürgermeister Andreas Nickel ein öffentliches Verfahren an. „Es gab im Dezember einen ersten Termin beim Regierungspräsidium in Kassel, bei dem auch die Stadt Großalmerode zugegen war.“ Auch hatte die Entega der Stadt im vergangenen Jahr eine Beteiligung an den bereits bestehenden Anlagen angeboten. Trotz Diskussion zwischen dem Energieversorger und einzelnen Stadtverordneten sei jedoch noch keine Entscheidung gefallen.

„Natürlich sind wir alles andere als begeistert, wenn auch nicht überrascht. Bereits während der Planungsphase haben wird darauf hingewiesen, dass wir es für wahrscheinlich halten, dass weitere Anlagen dazu kommen, wenn das Gebiet erst einmal belastet ist“, sagt Alexander Meywirth von der Bürgerinitiative Kaufunger Wald. 

39 Anlagen sind im Kreis genehmigt

17 Windvorrangflächen gibt es im Werra-Meißner-Kreis, 39 Anlagen wurden bereits genehmigt: Neben vier alten Anlagen in Sontra und zwei in Hessisch Lichtenau stehen zehn auf der Hausfirste (Großalmerode), acht auf dem Kreuzstein (Kaufunger Wald), fünf auf dem Rohrberg (Hessisch Lichtenau), fünf auf dem Höhlerberg (Sontra) und fünf werden derzeit auf dem Steimel (Witzenhausen-Berlepsch) gebaut. Ein Genehmigungsantrag wurde für die Stölzinger Höhe (Waldkappel) abgegeben. 

In Vorbereitung sind zudem entlang der Landesgrenze bei Ziegenhagen und Siegelshof (Herleshausen), Interessenten gibt es auch für Sennigholz (Ringgau). 

Wie die Stadtverordneten verhindern wollen, dass an zwei weiteren Windvorrangflächen Windparks gebaut werden, lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA-Witzenhäuser Allgemeinen.

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