Dritte Eskalationsstufe im Kreis

Corona im Werra-Meißner-Kreis: Kita-Erzieherin positiv getestet

die Kindertagesstätte Forellenfänger in Fürstenhagen.
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Bleibt bis auf Weiteres leer: die Kindertagesstätte Forellenfänger in Fürstenhagen.

Die Corona-Fallzahlen im Werra-Meißner-Kreis steigen. Nun wurde auch eine Kita-Erzieherin positiv getestet.

Werra-Meißner – Im Werra-Meißer-Kreis ist mit 36 neuen Coronafällen in den vergangenen sieben Tagen erneut die dritte Eskalationsstufe erreicht. Eine Erzieherin der Kindertagesstätte Forellenfänger in Fürstenhagen hatte Erkältungssymptome festgestellt. Der anschließende Corona-Test fiel positiv aus, Donnerstagvormittag erhielt sie das Ergebnis.

Das Gesundheitsamt des Werra-Meißner-Kreises reagierte entsprechend: Es wurde eine 14-tägige Quarantäne für rund 16 Erzieher und 72 Kinder angeordnet. Das teilte Pfarrer Marcus Meier von der Evangelischen Kirchengemeinde Fürstenhagen auf HNA-Anfrage mit. Eine umfangreiche Testung der Betroffenen soll ab Montag beginnen. Bei negativen Ergebnissen erhoffe man sich „eine rasche Rückkehr zum Normalbetrieb“, sagt Meier. „So etwas haben wir auch noch nie erlebt“, sagt Valerie Schramm, Leiterin der Kita. „Die Eltern hatten viel Verständnis für die Situation und haben uns nach Kräften unterstützt.“

Auch auf die Eltern der betroffenen Kinder kommen nun große Herausforderungen zu. „Für zwei berufstätige Eltern ist es natürlich schwer, die Betreuung für 14 Tage Quarantäne zu organisieren“, sagt Steven Renner. Sein Sohn gehört zu den 72 Kindern, die sich seit Donnerstagmittag in Quarantäne befinden. „Die Großeltern können die Betreuung meines Sohnes natürlich nicht übernehmen. Die gehören ja zur Risikogruppe.“ Wann genau sein Sohn nun getestet werden wird, hat Renner bisher noch nicht erfahren.

Coronafall auch in Fußballmannschaft

Auch in der Altherren-Fußballmannschaft des FC Großalmerode wurde ein Coronafall bekannt. Ein Spieler war beim Training der Mannschaft, nach dem er Kontakt mit einer infizierten Person hatte. „Bei dem Training vergangene Woche Mittwoch waren insgesamt 12 Spieler. Am nächsten Tag bekam ein Spieler die Empfehlung, sich testen zu lassen und erhielt bereits am Freitag das positive Testergebnis“, berichtet Michael Gossmann, Altherren-Obmann des Vereins.

Gossmann kann jedoch Entwarnung geben: „Die Testergebnisse der elf anderen Spieler fielen alle negativ aus.“ Zu dem Gerücht, dass sich der Spieler bei seiner Ehefrau angesteckt habe und von ihrer möglichen Infektion wusste, äußerte sich Gossmann nicht.

Die Spiele der Altherrenmannschaft sind bis auf Weiteres auf Eis gelegt, das für dieses Wochenende angesetzte Spitzenspiel gegen SSV Witzenhausen laut Gossmann auf Dezember verschoben. „Die Spieler sind noch bis Mittwoch, 28. Oktober in Quarantäne.“ Die anderen Mannschaften des FC Großalmerode sind aber „corona-frei“, sagt Vorsitzender Jürgen Baumann. Alle anderen Spiele können wie geplant stattfinden. (William-Samir Abu El-Qumssan)

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