Interview: Der Eschweger Henry Thiele ist Präsident der Deula-Bildungseinrichtung

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Nun auch Präsident: Henry Thiele, seit 2011 Geschäftsführer der Deula-Schule in Witzenhausen, steht sogar dem Bundesverband der Deula vor. 

Vor gut einem halben Jahr wurde Henry Thiele zum Präsidenten des Bundesverbandes der Deula gewählt. Wir sprachen mit 59-jährigen Eschweger über sein zusätzliches Engagement.

Seit dem Jahr 2011 ist Henry Thiele, zuvor zehn Jahre Vize-Landrat des Werra-Meißner-Kreises, Geschäftsführer der Deula in Witzenhausen, dem Bildungszentrum für angewandte Technik in grünen Berufen – also in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Landschafts- und Gartenbau.

Hat es Vorteile für die Deula-Schule in Witzenhausen, dass Sie der Präsident des Deula-Bundesverbands sind?

Direkte Vorteile darf es nicht haben, weil man als Präsident für alle zwölf Deula-Schulen spricht. Vorteil für mich ist, dass ich mit bundesweit für die Deula relevanten Akteuren wie Ministerien und Fachverbänden selbst Verhandlungen führen und so mitgestalten kann. Das macht mir Spaß und das mache ich zum Wohle nicht nur der Deula Witzenhausen, sondern auch für die Kollegen der anderen elf Deula-Standorte.

Zieht ein Deula-Präsident nicht eventuell auch mehr Gesprächspartner und Gäste an die hiesige Schule und in den Werra-Meißner-Kreis?

Im Großen und Ganzen stärkt es den Deula-Standort Witzenhausen sicherlich, weil man den Namen der Deula Witzenhausen natürlich auch immer mitträgt, wenn man irgendwo hingeht. Unsere Kundschaft für die überbetriebliche Ausbildung hier kommt sowieso aus ganz Hessen und aus Thüringen. Die anderen Dienstleistungen werden von Interessenten aus ganz Deutschland nachgefragt. Wenn wir gut ausgelastet sind, dann ist der Standort gesichert und die Arbeitsplätze sind es auch. Das stärkt Witzenhausen natürlich auch.

Nach einem guten halben Jahr Erfahrung im Amt: Haben Sie durch dieses Engagement mehr Arbeit als vorher?

Das würde ich nicht sagen. Schon drei Jahre zuvor habe ich als einer der beiden Stellvertreter dem Präsidium des Bundesverbandes angehört. Insofern hatte ich so einige dieser Termine schon früher. Und die Vorteile, die man durch neue Erkenntnisse mitbringt, rechtfertigen den ganzen Aufwand auch. Zudem haben wir schlanke Verbandsstrukturen, treffen uns zweimal im Jahr zur Mitgliederversammlung und ein- bis zweimal mit den Vertretern der Behörden und Verbände.

Und dann muss man doch bestimmt noch hier und da Gesicht zeigen?

Die Einladungen beispielsweise zur Eröffnung der Grünen Woche in Berlin oder zur Internationalen Gartenmesse in Essen sind aber auch nichts Schlechtes. Wenn man da Gespräche führen und Kontakte knüpfen kann, schadet das den Deula-Schulen nicht.

Insgesamt halten sich die repräsentativen Aufgaben als Präsident von Deula aber in Grenzen.

Zur Person: Henry Thiele

Henry Thiele (59), gebürtig und wohnhaft in Eschwege, studierte nach Abitur am Oberstufengymnasium, Wehrdienst und Ausbildung zum Landwirt Agrarwirtschaft in Witzenhausen. Der Agraringenieur war ab 1994 Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Werra-Meißner. Bis 2011 war er Erster Kreisbeigeordneter, seit August 2011 Chef der Deula in Witzenhausen.

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