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Schäferhunde: Ortsgruppe Eschwege feiert am Wochenende ihr 100-jähriges Bestehen

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Inzwischen für alle Hunderassen geöffnet: Der Verein für Deutsche Schäferhunde, Ortsgruppe Eschwege, feiert in diesem Jahr 100-jähriges Bestehen. (Von links) Hubert Iffert, Karl Weigand, Karl-Heinz Pfister, Udo John, Patrizia John, Meike Krause, Jennifer Morche und Barbara Wenk
Inzwischen für alle Hunderassen geöffnet: Der Verein für Deutsche Schäferhunde, Ortsgruppe Eschwege, feiert in diesem Jahr 100-jähriges Bestehen. (Von links) Hubert Iffert, Karl Weigand, Karl-Heinz Pfister, Udo John, Patrizia John, Meike Krause, Jennifer Morche und Barbara Wenk © Ortsgruppe Eschwege im Deutschen Schäferhundeverein

Die Ortsgruppe Eschwege im Deutschen Schäferhundeverein feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Mittlerweile ist jede Hunderasse willkommen und gern gesehen.

Eschwege – An diesem Sonntag wird es einen Tag der offenen Tür geben.

Anfänge

Die Eschweger Ortsgruppe gründete sich am 13. April 1922. An dem damaligen Gründonnerstag hat sich eine größere Anzahl an Liebhabern von reinrassigen, deutschen Schäferhunden zusammengefunden und die Ortsgruppe Eschwege und Umgebung gegründet. Damals gab es in dem Hauptverein, dem Verein für deutsche Schäferhunde, 500 Ortsgruppen. Zweck und Ziel des Vereins war es, den deutschen Schäferhund reinrassig zu züchten und die Gebrauchstüchtigkeit zu fördern und anderen Schäferhund-Besitzern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Schwere Zeiten

Während des Zweiten Weltkriegs gibt es keinerlei Aufzeichnungen oder Unterlagen der Ortsgruppe. Erst ab dem Jahr 1947 fanden sich die Schäferhundbegeisterten wieder zusammen. In den Jahren darauf, gab es für die Ortsgruppe immer wieder Höhen und Tiefen bezüglich eines Übungsgeländes. Bis zum Jahr 1972 gab es verschiedene Plätze, die allerdings keine optimalen Platzverhältnisse baten. Mitglied Günter Asael bot schließlich sein Gartengrundstück an der Langenhainer Straße als Übungsplatz an. Es dauerte nicht lange, da packten alle mit an und schafften im Jahr 1972 aus dem Garten ein Übungsgelände mit Toilette, Grillplatz und erstem richtigen Vereinsheim.

Tag der offenen Tür am Sonntag, 18. September

Die Ortsgruppe wird sich und ihre Angebote an diesem Sonntag, 18. September, bei einem Tag der offenen Tür vorstellen. Neben Gruppenvorführungen und Rally-Obedience-Vorstellungen wird es auch die Möglichkeit geben, den Hundeplatz mal selbst ausprobieren zu können. Weitere Informationen unter sv-og-eschwege.webador.de

Doch das Glück währte nicht lange, denn im Januar 1973 brannte das Vereinsheim nieder. Der Wiederaufbau wartete nicht lange auf sich und im Mai 1973 war der Platz endlich fertig. Zehn Jahre lange war es das Übungsgelände der SV OG-Eschwege, bis der Traum wieder zu platzen schien. Der Eigentümer kündigte den Vereinsplatz. Die beiden Mitglieder Günter Stengel und Otto Werner konnten den Magistrat der Stadt Eschwege bewegen, das Gartengrundstück anzukaufen und der OG Eschwege zu verpachten. So können sich die Hundefreunde der Eschweger Ortsgruppe bis heute auf ihrem Übungsgelände an der Langenhainer Straße treffen.

Verein heute

Der Hauptverein ist inzwischen mit über 50 000 Mitgliedern und 1800 Ortsgruppen der größte Rassehundzuchtverein der Welt. In der Eschweger Ortsgruppe wird inzwischen neben der Fährte, Unterordnung und dem Schutzdienst auch Rally Obedience trainiert. Bis zu dreimal in der Woche können sich Hundesportbegeisterte treffen und üben. Es sind auch einige Agility-Geräte vorhanden, mit denen aber nur zum Spaß geübt wird, da momentan kein Trainer zur Verfügung steht. „Elementar für die Ortsgruppe ist mittlerweile, dass alle Hunderassen herzlich willkommen sind, wohingegen früher nur Deutsche Schäferhunde aufgenommen wurden. Heute werden moderne Erziehungsmethoden angewandt – über Spiel-, Futtertrieb und Motivation“ erklärt Karl Weigand, Vorsitzender der Ortsgruppe und Mitglied seit 1970.

In der Eschweger Ortsgruppe wird inzwischen neben der Fährte, Unterordnung und dem Schutzdienst auch Rally Obedience trainiert.
In der Eschweger Ortsgruppe wird inzwischen neben der Fährte, Unterordnung und dem Schutzdienst auch Rally Obedience trainiert. © Patrizia John

Zukunft

Der Verein hat in den letzten drei Jahren einen starken Zuwachs erfahren, der Grund dafür ist unter anderem die Neuerung, der Zulassung aller Hunderassen. „Wir erhoffen uns, dass es auch genauso weitergeht und viele Hundesportbegeisterte den Weg zu uns finden werden“, sagt Karl Weigand. „Früher war die Ortsgruppe wie eine große Familie. Wir hatten viele private Veranstaltungen neben den Übungsstunden. Es gab Wandertage, Sommerfeste, Weihnachts- und Faschingsfeiern und Schlachtessen. Vielleicht kommen wir früher oder später wieder dahin zurück“, blickt Udo John, Kassenwart und Schriftführer der Ortsgruppe, zurück. Was bleibt und was auch in Zukunft wieder stattfinden wird, sind die Prüfungen. In der Eschweger Ortsgruppe gibt es in jedem Jahr eine Frühjahrs- und eine Herbstprüfung. Die nächste Prüfung soll am Sonntag,, 16. Oktober, stattfinden. (Patrizia John)

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