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Leuchtberge: Hessen Forst entnimmt 100 kranke Bäume aus dem Wald

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Von: Stefanie Salzmann

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Bringen das Seil an, das die Fallrichtung des Baumes bestimmt: Guido Lehmann (links) und Christian Dölle.
Bringen das Seil an, das die Fallrichtung des Baumes bestimmt: Guido Lehmann (links) und Christian Dölle. © Stefanie Salzmann

Im Laufe dieser Wochen fällt Hessen Forst in und um die beiden Leuchtberge zirka 100 Bäume an 50 verschiedenen Stellen.

Eschwege – „Dabei handelt es sich in erster Linie um Buchen, die durch die Trockenheit der vergangenen Jahre geschädigt sind“, sagt Forstwirtschaftsmeister Thomas Hugo. Aber auch Fichten, Kiefern und Lärchen sind dabei. Die Fällungen beauftragt hat die Stadt Eschwege, der der Stadtwald dort gehört.

„Geschädigte Bäume müssen aus Gründen der Verkehrssicherheit entlang der Rad- und Wanderwege entnommen werden“, so Hugo.Vor den Fällungen haben die Männer von Hessen Forst den Baumbestand zweimal kontrolliert – einmal in belaubten und einmal in unbelaubten Zustand und die kranken Bäume markiert.

Die vier Männer, Thomas Hugo von Hessen Forst sowie Guido Lehmann, Andy Zurek und Christian Dölle von der Firma Lehmann aus dem Eichsfeld, arbeiten effizient. Die Bäume werden angeschaut, in Minutenschnelle ein Plan entwickelt, dann sperren zwei Männer den Weg ab und die Zugmaschine bringt sich in Position. Die muss zum Einsatz kommen, weil wegen der Hanglagen, dem zum Teil inzwischen hohem Wuchs und der Trockenheit der Bäume nicht klassisch gefällt werden kann. Die sogenannte Seilmaschine mit einer Zugkraft von acht Tonnen, die über eine Seilwinde übertragen werden kann, ist unerlässlich.

Bringen das Seil an, das die Fallrichtung des Baumes bestimmt: Guido Lehmann (links) und Christian Dölle.
Leuchtberge: Bringen das Seil an, das die Fallrichtung des Baumes bestimmt: Guido Lehmann (links) und Christian Dölle. © Foto: Stefanie Salzmann

Damit die Bäume gezielt in eine Richtung fallen, bringen die Männer in zirka drei Meter Höhe eine stählerne Schlinge an, die über ein Stahlseil mit der Maschine verbunden ist. Dann beginnt Guido Lehmann mit Motorsäge und Axt die Fällung – innerhalb weniger Minuten liegt der rund 25 Meter hohe und 80 Jahre alte Baumriese danieder, wird entastet und der Stamm dann wieder vom Weg in den Wald gezogen.

Bis auf eine Anzahl von Buchen, die auf dem Leuchtbergsattel gefällt wurden und zu Brennholz verarbeitet werden, bleiben die gefällten Bäume als Totholz und künftiger Lebensraum für zahlreichen Insekten und Käfer im Wald.

Doch mit der Verkehrssicherung an den beiden Leuchtbergen ist das Fällen für dieses Jahr im Stadtwald noch nicht vorbei. Wie Hessen Forst mitteilt, werde es in diesem Jahr eine Holzernte auf dem kleinen Leuchtberg geben. Dort werden schlagreif Bäume entnommen.

Von Stefanie Salzmann

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