Max Beck schreibt über sein Handwerk im Internet

23-Jähriger aus Datterode holt Jungfleischer-Titel in Bayern

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Kein Beruf, sondern eine Berufung: Max Beck übt das Fleischerei-Handwerk mit ganzer Leidenschaft aus. Das zahlt sich aus – so hat er bereits zahlreiche Wettbewerbe gewonnen. Im Jahr 2019 will er den Familienbetrieb in Datterode übernehmen.

Datterode.  Klischees seines Berufsstandes bedient Max Beck nicht: Der leidenschaftliche Metzger aus Datterode (Werra-Meißner-Kreis) sieht die vegane Szene als Bereicherung.

Er empfiehlt bewussten Fleischverzehr nur ein- bis zweimal die Woche und veröffentlicht im Internet Liebesbriefe an sein Handwerk.

Ja, der 23-Jährige aus dem Ringgauer Ortsteil Datterode geht seinen eigenen Weg – und ist damit beruflich auf der Überholspur. Sein jüngster Erfolg: der Titel des besten Jungfleischers auf bayerischer Landesebene.

„Fleischerei-Handwerk hat sehr viel mit Fingerspitzengefühl zu tun“, sagt der aufgeschlossene Datteröder. Handwerk – ein Wort, dem Max Beck größte Bedeutung beimisst. Sich Dinge selbst zu erarbeiten, sie selbst herzustellen, nie aufhören zu lernen, das gehört zu seiner Philosophie. „Der gegenseitige Austausch im Fleischerei-Handwerk ist sehr wichtig“, sagt Max Beck, der nach abgeschlossener Lehre derzeit in Augsburg (Bayern) seinen Meistertitel ins Visier nimmt.

So hat er während der Zeit seiner Ausbildung die französische Bretagne bereist, Paris, Turin und das oberitalienische Parma. Von jeder Reise hat er Ideen und Anregungen mitgebracht, die in seinem Handwerk Anwendung finden. Weg von der Supermarkt-Fleischindustrie wolle er, weg von Zusatzstoffen – „hin zu mehr Genuss, gutem Fleisch und guter Wurst“, sagt Max Beck, der sich überdies innungsbester Metzger in München und Sieger des oberbayerischen Kammerwettbewerbs nennen darf.

Das Handwerks- und Rüstzeugzeug dafür hat er in seiner Jugend in Datterode im Betrieb seiner Mutter Sabine Opfer erhalten, danach während seiner zwei Lehrjahre bei den Herrmannsdorfer Landwerkstätten nahe München. „Gutes Fleisch“, bekräftigt der 23-Jährige, stamme aus ökologisch-artgerechter Tierhaltung, habe keine quälend langen Transportwege hinter sich bringen müssen – und das ruhige Schlachten in der Region gehört ganz selbstverständlich dazu.

Und die Zukunft? „Mein Traum ist eine eigene Kreislaufwirtschaft“, sagt Max Beck, und zwar am liebsten in Datterode. Denn in die Heimat möchte er nach dem Erwerb des Meister- und des Titels „Betriebswirt im Handwerk“ zurückkehren. Vorher, schon in wenigen Wochen im November, aber nimmt Max Beck noch am Jungfleischer-Wettbewerb auf Bundesebene in Bremen teil – den nächsten Titel fest im Blick.

In der Region ist Max Beck auf Hohenhaus bei Herleshausen, im Kochgarten Bischhausen und bei Cassel-Fleischtechnik aktiv. Dort bietet er „Live-Wursten“-Kurse an. Die Termine gibt es auf seinem Internet-Blog Wursthandwerker sowie auf seiner Facebook-Seite.

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