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65 FWS-Schüler verlassen alte Penne in Richtung Oberstufe

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Fit für die Oberstufe: die 65 Abgänger der Eschweger Friedrich-Wilhelm-Schule. Sechs Jahre liegen hinter ihnen an dem Eschweger Gymnasium, die Schulsprecher Luca Schneider als erlebnisreiches und wertschätzendes Miteinander bezeichnete.
Fit für die Oberstufe: die 65 Abgänger der Eschweger Friedrich-Wilhelm-Schule. Sechs Jahre liegen hinter ihnen an dem Eschweger Gymnasium, die Schulsprecher Luca Schneider als erlebnisreiches und wertschätzendes Miteinander bezeichnete. © FWS/Straßner/nh

Nach sechs Jahren endet ein Kapitel: 65 Schüler der Friedrich-Wilhelm-Schule haben ihre „Alte Penne“ zu Beginn der Sommerferien in Richtung Oberstufe verlassen.

Eschwege – Bei einer musikalischen Abschlussfeier kamen Schüler, Eltern und Lehrer zusammen, um schmunzelnd Anekdoten auszutauschen – und schwermütig die ein oder andere Träne zu verdrücken. „Wir begreifen heute, dass viele Dinge niemals wieder so sein werden, wie sie waren“, fasst Luca Schneider, Schülersprecher, mit etwas Wehmut in der Stimme zusammen.

Nachdem die drei 10. Klassen im Klassenverband ihre Zeugnisse in Empfang genommen und Erinnerungsfotos geschossen hatten, liefen die jungen Erwachsenen einzeln auf eine Bühne auf dem Schulhof ein, wo Eltern und „alte“ Lehrer zusammenkamen. Umrahmt wurde das gesamte Programm von Till Winterhoff, der mit eigens komponierten Stücken am Klavier passgenau eine heitere, aber auch melancholische Atmosphäre schuf.

Dr. Birgit Renke blickte als Schulleiterin auf sechs spannende Jahre zurück: Bis zur achten Klasse verlief das Schulleben normal – zumindest nach heutigen Maßstäben. Am 16. März 2020 begann jedoch „eine ganz eigenartige Phase des totalen Lockdowns“; die Schüler konnten noch schnell ihre Lernmaterialien aus der Schule retten, bevor sie wochenlang den Herausforderungen des Distanzunterrichts und auch privaten Problemen gegenüberstanden.

Nach einer kurzen Phase im eingeschränkten Präsenzbetrieb folgte am 16. Dezember 2020 die zweite Schließung. „Wenn Sie zurückblicken, dann erinnern Sie sich daran, was Sie aus Ihrer eigenen Kraft heraus geschafft haben“, so Dr. Renke. Die Schule müsse Schüler befähigen, sich an die Herausforderungen einer sich stetig ändernden Welt anzupassen. Schüler, Lehrer und Eltern können daher stolz sein, dass während der Pandemie kontinuierlich Lernerfolge realisiert wurden.

Soziale Kompetenzen, das Erwachsenwerden und die umfangreiche, inhaltliche Vorbereitung auf die Oberstufe waren Kernaspekte von Schneiders humorvoller Rede. Er bedankte sich bei den Klassenlehrern Anika Hohlstein, Reiner Herich und Nikolas Löser, „dass sie uns immer ertragen haben“ – trotz eingeseifter Tafeln oder zugeklebter Klassenbücher erlebte man ein ereignisreiches und wertschätzendes Miteinander, denn „wir haben die Zeit an der FWS genossen“.

Highlights der Rede waren Anekdoten vom Skikurs, der in einem Schneechaos endeten, und von der Abschlussfahrt, auf der ein Lehrer beim Umsteigen verloren ging.

Reiner Herich griff in seiner bewegenden Ansprache die Abschlussmottos auf und blickte auf die vielen Möglichkeiten, welche die Zukunft den Abgängern der FWS nun bietet. Margit Gebhard sprach als Elternbeiratsvorsitzende und Mutter über die Entwicklung, die jeder in der Schulzeit gemacht hatte: „Wie aus Kindern junge Erwachsene geworden sind“. Vielfältige Persönlichkeiten und Fähigkeiten seien entstanden und für die Schulgemeinde eingesetzt worden. Dankbar resümierte sie, dass „eure Lehrer euch gut für den weiteren Lebensweg gerüstet haben. Glaubt nun an euch und eure Träume!“ (Von Lorenz Schöggl)

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