Rohbau wohl 2020 fertig

A44-Weiterbau geht voran: Nordröhre des Tunnels bei Oetmannshausen durchbrochen

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Der Moment des Durchschlags: Bei einer feierlichen Zeremonie wurde die Richtung Kassel führende Nordröhre des Trimberg-Tunnels bei Oetmannshausen gestern mithilfe eines Baggers durchschlagen.

Es geht voran beim Bau der A44: Am Mittwoch wurde die nördliche der beiden Röhren des Trimberg-Tunnels bei Wehretal-Oetmannshausen durchschlagen.

295 Tage sind vergangen, seit Tunnelpatin Dagmar Wagner aus Reichensachsen den Tunnel im April des vergangenen Jahres angestochen hatte. Nun ist die Nordröhre Richtung Kassel in einer feierlichen Zeremonie durchbrochen worden. Der Rohbau des gesamten Tunnels wird nach aktuellen Kenntnisstand Ende 2020 fertig.

„Die letzten Meter waren keine leichte Aufgabe, weil das Gebirge hier äußerst heterogen ist“, sagte Jürgen Schmidt, Projektleiter der mit dem Tunnelbau beauftragten Arges.

„Ein gutes Stück des Weges ist nun geschafft“, sagte Dr. Stefan Franz, Projektleiter der für den A 44-Bau zuständigen Deges. Ein Grund zum Feiern sei dieser Meilenstein nicht zuletzt deswegen, weil es beim Bau des Trimberg-Tunnels trotz Nachbrüchen bisher keine schweren Arbeitsunfälle gegeben habe. 

Doch es steht noch viel Arbeit bevor: Auf der gesamten Tunnellänge von knapp 600 Metern wurde bisher nur das obere Drittel der Nordröhre, die sogenannte Kalotte, durchschlagen. 430 Meter davon wurden durch den Berg vorangetrieben, der Rest erfolgt durch offene Bauweise, wobei der Tunnel von oben gebaut wird. 

42.000 Kubikmeter Gestein haben die 33 eingesetzten Mineure dabei aus dem Trimberg ausgebrochen. Das ist nur ein Drittel: Insgesamt wird ein Volumen von 125.000 Kubikmetern aus dem Berg geholt, um den Autobahntunnel zu bauen. Der Bau der zweiten Tunnelröhre, die den Verkehr Richtung Eisenach führen wird, gestaltet sich laut Dr. Stefan Franz komplizierter: „Die Südröhre ist aktuell zu einem Viertel durchbrochen“. 

Er schätzt, dass sie im Herbst dieses Jahres durchschlagen werden kann. Der Rohbau des gesamten Trimberg-Tunnels wird wohl 58 Millionen Euro kosten. Für den Verkehr freigegeben wird der Tunnel dann zusammen mit dem A-44-Abschnitt zwischen Waldkappel und Ringgau.

Hier liegt Oetmannshausen

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