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Abitur 2022: Zeugnisübergabe am Oberstufengymnasium in Eschwege

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Von: Tobias Stück

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Haben am Freitag ihr Abiturzeugnis erhalten: 66 junge Männer und Frauen vom OG in Eschwege.
Haben am Freitag ihr Abiturzeugnis erhalten: 66 junge Männer und Frauen vom OG in Eschwege. © Tobias Stück

Nach drei Jahren am Oberstufengymnasium wurden am Freitag 66 Schüler mit ihrem Abiturzeugnis verabschiedet. Zwei Jahre davon waren durch die Pandemie geprägt.

In einem waren sich Louis Kraus und Marion Lentz einig. Der Start am Oberstufengymnasium sei holprig gewesen, sagten die stellvertretende Schulleiterin und der Sprecher der Schülerschaft unabhängig voneinander. Die Schule würde sie aber hinbiegen, war sich die frühere Schulleiterin Margret Schulz-Bödicker im Sommer 2019 sicher. Die erfahrene Pädagogin sollte recht behalten.

66 junge Frauen und Männer wurden am Freitagnachmittag in einen neuen Lebensabschnitt entlassen. Jetzt sollten sie im Sinne der Schlagwörter der Schule ihre eigenen Schritte gehen. In der Entwicklung der „Persönlichkeit“ habe das OG unterstützt, „Verantwortung“ sollten sie jetzt für sich und andere übernehmen und für die „Wege in die Zukunft“ seien die Abiturienten gut vorbereitet. Für die nächsten Wege bekamen die Ex-Schüler neben ihren Zeugnissen auch sogenannte Seed-Bombs mit auf den Weg – kleine Säckchen mit Blumen- und Kräutersamen. „Mit dem Aussäen der Samen kann man an kahlen Stellen Spuren hinterlassen – genau wie ihr“, sagte Tutorin Christina Csenar bei der Zeugnisübergabe.

Alle 66 Abiturienten des Oberstufengymnasiums auf einen Blick

Carmen Appel (Eschwege), Julian Ascher (Hitzerode), Sylvia Sophie Charlotte Babik (Wanfried), Yesin Mohamed Hedi Habib Ben Salah (Wanfried), Laslo Addy Bode (Grebendorf), Jonas Bodenbach (Eschwege), Amelie Claudia Brecht (Jestädt), Jonas Buchenau (Ulfen), Paul-Fritz Drebing (Grebendorf), Fenja Eloy Eisele (Eschwege), Georg Eyrich (Grebendorf), Amos Folmeg (Eschwege), Finja Fuhrmann (Abterode), Tim Michael Gerloff (Eschwege), Benedikt Gries (Schemmern), Luna Antonia Gücking (Wanfried), Luca Maximilian Hartmann (Altenburschla), Emily Heckmann (Reichensachsen), André Heepe (Wanfried), Paul Hesse (Schwebda), Lara Hirsch (Reichensachsen), Philipp Noah Höhn (Eschwege), Dorothee Susanne Holzapfel (Oberdünzebach), Samuel Elias Horst (Eschwege), Johanna Hutter (Reichensachsen).

Lara Sophie Kansy (Eschwege), Jan-Luca Kaulich (Frankershausen), Amélie Koch (Reichensachsen), Louis Kraus (Sontra), Isabell Kravcenko (Eschwege), Kilian Heinrich Krug (Reichensachsen), Moritz Kurt Krug (Reichensachsen), Lena Victoria Kruse (Weidenhausen), Jona-Ann Ludolph (Oetmannshausen), Leon Ludwig (Niddawitzhausen), Jan-Luka Mähler (Eschwege), Philipp Mangold (Hitzerode), Leonardo William Matejka (Wanfried), Anna Leoni Menge (Schwebda), Kilian Meywirth (Ulfen), Veronika Mirschakarow (Eschwege), Hanna Müller (Langenhain), Marie Penke (Reichensachsen), Luc Planner (Hoheneiche), Jessica Tanja Pöhlmann (Jestädt), Carlotta Pröger (Oberhone), Lara Sophia Prokop (Weidenhausen), Zoë Lioba Rosenstein (Eschwege), Matilda Ruhlandt (Niederhone), Tom Rundnagel (Vockerode).

Florian Maximilian Sandrock (Datterode), Juliana Schefer (Wichmannshausen), Fabian Schmidt (Eschwege), Timon Schöggl (Frankershausen), Merle Seeger (Jestädt), Greta Elisabeth Seip (Niederhone), Paula Sunkel ( Reichensachsen), Eduard Tomas (Eschwege), Finn Voland (Bischhausen), Pauline von Arx (Eltmannshausen), Fabio Valentin Waldner (Oberhone), Martin Weber (Eschwege), Lisa Wehr (Eschwege), Jessica Celine Wernet (Datterode), Ole Werning (Schwebda), Nele Wetterau (Herleshausen). ts

Das Oberstufengymnasium feierte eine Zeugnisübergabe, wie man sie aus der Vergangenheit kannte: mit einem Gottesdienst am Mittag und der feierlichen Entlassung am Nachmittag. Zwei Jahre war das vorher nicht der Fall. Die stellvertretende Schulleiterin Marion Lentz dankte deswegen Schülern, aber auch Kollegen für die erhöhten Anforderungen durch die Pandemie. „Die Pandemie mit zwei Lockdowns haben geprägt“, sagte Lentz. Die besondere Situation habe aber auch zusammengeschweißt. Man habe viel mehr Kontakt zu den Schülern gehabt. Und im Umgang mit digitalen Elementen seien alle gleichsam fitter geworden.

Auch Louis Kraus dankte in seiner Abi-Rede dem Kollegium und der Schulleitung. Man nehme nun die Zügel fürs Leben selbst in die Hand. In mehr als 13 Jahren mit Frust, Freude, Stress und Emotionen habe man aber wichtiges für das Leben gelernt: Eigenständigkeit. Kraus wünschte sich, dass sich der Jahrgang nicht aus den Augen verlieren möge und regte an, sich zum 50-jährigen Schuljubiläum 2023 wiederzutreffen.

Die besten des Jahrgangs: (von links) Jonas Bodenbach (Französisch), Finn Volland, Merle Seeger (bestes Abi), Nele Wetterau (Biologie), Lara Prokop (Chemie), Philipp Höhn (Mathe und Chemie), Luc Planner (Deutsch), Laslo Bode (Mathe), Johanna Hutter (Chemie) und Louis Kraus (Soziales Engagement).
Die besten des Jahrgangs: (von links) Jonas Bodenbach (Französisch), Finn Volland (Physik), Merle Seeger (bestes Abi), Nele Wetterau (Biologie), Lara Prokop (Chemie), Philipp Höhn (Mathe und Chemie), Luc Planner (Deutsch), Laslo Bode (Mathe), Johanna Hutter (Chemie) und Louis Kraus (Soziales Engagement). © Lisa KApinus

Für herausragende Leistungen wurden gleich mehrere Schüler geehrt: Jonas Bodenbach in Französisch, Finn Volland in Physik, Lara Sophia Prokop in Englisch, Philipp Noah Höhn für Mathe und Chemie. In Mathe wurde Laslo Addy Bode, in Chemie Lara Sophia Prokop und Johanna Hutter ebenfalls ausgezeichnet. Im Unterrichtsfach Deutsch war Luc Planner der Beste, in Biologie Nele Wetterau. Louis Kraus bekam die Auszeichnung für sein besonderes soziales Engagement.

Mehrfach hervorgehoben wurde die Jestädterin Merle Seeger. Sie gehörte nicht nur zu den besten der Schule und in Hessen in Biologie, sondern lieferte insgesamt das beste Abitur der Schule mit der Traumnote 1,0 ab. Dafür wurde sie vom OG-Förderverein besonders geehrt und war sich der Bewunderung des Vorsitzenden Michael Gerloff sicher: „Für solch gute Leistungen braucht man nicht nur natürliche Intelligenz, sondern auch eiserne Disziplin – und das bei allen Ablenkungen, die das Leben jungen Menschen so bietet.“

Allen Grund zur Freude: Merle Seeger hat die Traumnote 1,0 erreicht und wurde dafür vom Förderverein – links Georg Hofmann und rechts Michael Gerloff – ausgezeichnet.
Allen Grund zur Freude: Merle Seeger hat die Traumnote 1,0 erreicht und wurde dafür vom Förderverein – links Georg Hofmann und rechts Michael Gerloff – ausgezeichnet. © Tobias Stück

Die nächste Ablenkung steht schon bevor: Am kommenden Samstag wird das Abitur mit einem Ball gefeiert. Und damit auch das gute Ende nach einem holprigen Start.

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