1. Startseite
  2. Lokales
  3. Witzenhausen
  4. Eschwege

Alles, was ihr wissen müsst: Das Open Flair von A bis Z

Erstellt:

Von: Theresa Lippe

Kommentare

B wie Barrierefreiheit: Das Open Flair ist ein Festival für alle. archi
B wie Barrierefreiheit: Das Open Flair ist ein Festival für alle. archi © esther junghans

Nach zwei Jahren Mini-Festival findet das Open Flair jetzt wieder in gewohnter Größe statt. Von Mittwoch bis Sonntag, 10. bis 14. August, herrscht in Eschwege Ausnahmezustand.

A wie Auftakt: Der findet seit Einbeziehung der Seebühne dort statt und eröffnet am Mittwochnachmittag das Open Flair. Die offizielle Eröffnungsshow findet Donnerstag um 14 Uhr im E-Werk statt.

B wie Barrierefreiheit: Für Rollstuhlfahrer gibt es auf dem Hauptgelände einen ausgewiesenen Extraeingang, an der Seebühne erfolgt der Einlass über den Ausgang. Außerdem gibt es auf dem gesamten Festivalgelände rollstuhlgerechte Toiletten. Zum Duschen gibt es ein kostenloses Shuttle, welches Menschen mit Behinderung zum Schwimmbad und wieder zurück fährt. Dort gibt es eine barrierefreie Dusche.

C wie Crowdsurfen: Sich ein Mal wie ein Rockstar vom Publikum über die Menschenmenge tragen lassen – macht sicherlich Spaß, ist allerdings verboten. Wer es trotzdem macht, riskiert einen Platzverweis.

D wie Dosenöffner: Bekannterweise gibt es bei Musikfestivals keine Gourmet-Büfetts. Deshalb darf ein Dosenöffner für Ravioli und andere Dosen-Leckereien bei keinem Festivalbesuch fehlen. D wie Deo ist bei Temperaturen um die 30 Grad auch immer ein wichtiger Punkt auf der Packliste.

E wie Eschwege: Im deutschlandweiten Festivalzirkus dank des Open Flairs mittlerweile ein fester Begriff. Knapp 20 000 Einwohner, über 1000 Jahre alt.

Dank der Open-Flair-Besucher verdoppelt die Kreisstadt fünf Tage lang ihre Einwohnerzahl. Mit dem Festplatz Werdchen bietet sie dem Open Flair die einmalige Möglichkeit, ein Festival fast direkt in der Innenstadt anzubieten.

F wie Foodsharing: Wer zu viel Essen mitgebracht hat, kann dieses beim sogenannten Fairteiler abgeben. Auch wem etwas fehlt, kann dort vorbeischauen. Bei der Abreise am Montag können dort ebenfalls nicht angebrochene Vorräte abgegeben werden – alle gesammelten Lebensmittel gehen anschließend als Spende an die Eschweger Tafel.

G wie Green-Camp: Das Motto lautet mehr Ruhe und weniger Müll beim Festival-Camping. Wer am Green-Camp teilnimmt, verpflichtet sich zu: Einhaltung der Ruhezeiten, keiner Nutzung von Generatoren, zu Müllvermeidung, keinen Wohnmöbeln und Fahrzeugen.

H wie Haustiere: Sie sind treue Begleiter, aber auf dem Festivalgelände – auch zum eigenen Schutz – streng verboten. Hunde sind zwar auf dem Campingplatz erlaubt, aber ob das so gut für den Vierbeiner ist, muss sich jeder vorher sehr gut selbst überlegen.

I wie Infopoint: Auf dem Festivalgelände an der Seebühne und der RadioBob-Bühne befindet sich jeweils rechts neben der Bühne ein Infopoint. Hier gibt es alle Informationen rund um das Festival, Programmhefte, Gehörschutz und Regenponchos.

J wie Jugendburg: Hier fand im September 1985 das Ur-Flair statt. Die Burg Ludwigstein bei Witzenhausen war Heimat des ersten Open Flairs. Aufgetreten ist unter anderem Manfred Mann’s Earth Band.

K wie Kleinkunst: Gehört seit Beginn zum Open Flair dazu. War früher auch auf dem Platz beheimatet, seit 2004 in den Schlosspark verlagert. Neben Künstlerinnen und Künstlern wie Florian Schroeder und Suchtpotenzial gibt es einen Beatbox Workshop und den Open Flair Slam.

L wie Lautstärke: Da das Open Flair im Innenstadtbereich und in der Nähe von Wohngebieten stattfindet, wird von den Anwohnern während der fünf Festivaltage viel Toleranz verlangt. Ab 1 Uhr ist auf dem Werdchen Schluss, auf der Seebühne wird bis zwei Uhr gespielt. Ebenfalls um zwei sollen die Anlagen auf dem Campingplatz abgestellt werden.

M wie Müll: 20 000 Festivalbesucher hinterlassen eine Menge Müll, darunter sogar Zelte und Sofas. Deshalb ist es wichtig, den eigenen Müll an den zwei Rückgabestationen zu entsorgen: zwischen den Parkplätzen und dem Eingang zwischen C4/C5 sowie im Service-Bereich am Camping-Ost. Dort kann man gegen einen vollen Müllsack Müllpfand von fünf Euro eintauschen. An den Hauptwegen stehen zusätzliche Müllcontainer.

N wie Nachtwachen: Die sorgen sowohl vor den Bühnen als auch auf dem Campingplatz dafür, dass nichts schiefgeht. Hier sind alle Besucher sicher.

Ö wie ÖPNV: Das Open Flair ist ein Stadt-Festival. Wer also aus Eschwege und Umgebung kommt und die Nacht lieber im eigenen Bett verbringen will, kann den Nachtbus des NVV nehmen. Ein Shuttlebus bringt die Festivalbesucher zum Bahnhof, ins Schwimmbad, zum Krankenhaus und zum Einkaufen – kostenfrei mit Festivalbändchen. Fahrpläne unter nvv.de/open-flair.

P wie Papiere: Alle wollen beim Open Flair Spaß haben; Ausweis und Versicherungskarte sollten aber trotzdem mitgenommen werden. Eventuell auch Führerschein einstecken, wer Merchandise kaufen will, braucht eine EC-Karte.

Q wie Quittenwein: Gibt es am Fruchtweinstand am Baumkreis. Sehr beliebt. 2011 gab es Proteste und Petitionen, als bekannt wurde, dass der Fruchtweinstand nicht kommt.

R wie Rettungskräfte: Die haben an diesen fünf Festivaltagen alle Hände voll zu tun. Von der Schnittwunde bis zum Kreislaufkollaps behandeln die freiwilligen Helfer, die ihre Freizeit opfern, alles und jeden. Seid also nett zu ihnen, auch wenn ihr ihren Dienst nicht in Anspruch nehmt.

S wie Sicherheit: Egal ob Sonnencreme oder Kondome – ein Festivalbesuch soll Spaß machen, deshalb ist es wichtig, dass ihr euch ausreichend schützt.

Drogerien mit entsprechendem Sortiment gibt es fußläufig erreichbar in der Eschwege Innenstadt. Aber auch die Veranstaltung selbst soll für alle Besucher sicher sein. Deshalb ist die Security vor Ort der Ansprechpartner bei Problemen.

T wie Toilettenpapier: Auf den Dixitoiletten ist es häufig leer, bringt jeder erprobte Festivalbesucher sein eigenes Toilettenpapier mit. Lieber eine Rolle zu viel als eine Rolle zu wenig – notfalls gibt es in den Drogerien in der Innenstadt Nachschub.

U wie Unwetter: Zwar ist für die Festivaltage Sonnenschein vorhergesagt, allerdings ist das Wetter unberechenbar. Deshalb gibt es für alle, die ohne Auto oder Wohnmobil angereist sind, sichere Orte auf dem Gelände: Reithalle im Postweg, E-WerkStadthalle und Stadthalle (beides Wiesenstraße), Turnhalle der Friedrich-Wilhelm-Schule, Parkhaus am Hospitalplatz und Schloßplatz (Schlossgalerie), Turnhalle der Brüder-Grimm-Schule.

V wie Verkehr: Wird in diesen Tagen komplett umgeleitet. Zwischen Campingplatz und Bühnen haben die Fußgänger das Sagen. Folgt der Beschilderung, dann wird alles gut.

W wie Werratalsee: Das ist der See hinter der Seebühne mit mehreren Stränden. Bietet eine herrliche Erfrischung.

X wie x-tra: X-tra groß ist die Freude bei allen darüber, dass das Open Flair wieder in gewohnter Größe stattfinden kann. Nach langer Festival-Pause müssen sich einige Besucher sicher erst mal wieder an so viele Menschen gewöhnen, also seid auch in diesem Jahr x-tra lieb zueinander und habt eine gute Zeit.

Y wie Youtube: Auf dem Youtube-Kanal vom Open Flair könnt ihr Trailer oder Interviews mit den Bands des Flairs anschauen: youtube.de/user/openflair-festival

Z wie Zeltplatz: Rund 15 000 Menschen tummeln sich in diesen Tagen auf dem Zeltplatz des Festivals. Insgesamt benutzt werden mehrere abgeerntete Getreidefelder. Wer feiern will, ist im Camp genau richtig. Party on und viel Spaß!

Auch interessant

Kommentare