Zudem zwei Jahre Haft auf Bewährung

Amtsgericht Eschwege verhängt 29.000 Euro Strafe für Haschisch-Käufer

Zu zwei Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung und zu 29.220 Euro Geldstrafe ist ein 34-Jähriger aus Thüringen am Dienstag vor dem Eschweger Amtsgericht verurteilt worden.

Gemeinsam mit weiteren Männern aus Eschwege und Umgebung hatte der Angeklagte in der Region mehrfach mit Haschisch – unter anderem aus der Frankfurter Drogenszene – gedealt. Übergabeorte waren beispielsweise der Bahnhof in Bad Sooden-Allendorf oder der Werratalsee.

In den Jahren 2015 und 2016 bezog der Thüringer insgesamt etwa sieben Kilogramm Haschisch. Vor Gericht sagte er aus, die Drogen zum größten Teil für den Eigengebrauch verwendet zu haben. Damals habe er nach eigener Aussage täglich drei Gramm Haschisch geraucht. Inzwischen sei er davon losgekommen und habe mit der Drogendealer-Szene nichts mehr am Hut.

Zudem hat er seit Jahren einen festen Job im öffentlichen Dienst. Den Rest der illegalen Ware, den der 34-Jährige nicht selbst konsumierte, verkaufte er weiter an Freunde. „Ohne damit Gewinn zu machen“, sagte der Angeklagte während der Gerichtsverhandlung. Um an das Haschisch zu kommen, verabredete er sich mit einem Bekannten, einem 47-Jährigen aus dem Werra-Meißner-Kreis, der ebenfalls mit Drogen handelte und sich diesbezüglich bereits im Januar vor Gericht verantworten musste. 

Die verschiedenen Taten, die dem Angeklagten vorgeworfen wurden, räumte er nur teilweise ein. Den Kontakt zu seinem Dealer-Kollegen, der ihn nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft um finanzielle Unterstützung bat – um einen Anwalt zu bezahlen, der seine Abschiebung verhindern könnte – , hat der Thüringer offenbar abgebrochen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / David Eben er/dpa

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