32-Jähriger spurlos verschwunden

Angeklagter nicht auffindbar: Kein Urteil im Juwelen-Prozess

Werra-Meißner. Schmuck, Uhren und Geld im Wert von 13.000 Euro soll ein mutmaßliches Mitglied einer Diebesbande aus einem Großalmeröder Juweliergeschäft gestohlen haben.

Verhandelt werden sollte dieser Fall aus dem Dezember 2014 am Dienstag vor dem Schöffengericht in Eschwege. Ein Urteil aber fiel nicht, denn der Mann, der wohl aus dem Raum Gelsenkirchen stammt, ist seit geraumer Zeit spurlos verschwunden.

„Der Aufenthaltsort des Angeklagten ist uns nicht bekannt“, bestätigte Alexander Wachter, Direktor des Eschweger Amtsgerichtes. „Folglich konnte er auch nicht zum Prozess geladen werden.“ Ein neuer Verhandlungstermin werde angesetzt, sobald der 32-Jährige gefunden sei.

Vor Gericht erschienen ist dagegen eine 35-jährige Frau aus Köln, die wie der nun Gesuchte Mitglied der Diebesbande sein soll. Mithilfe ihres Dolmetschers wies die 35-Jährige rumänischer Abstammung alle gegen sie erhobenen Vorwürfe vehement zurück: Weder sei sie Teil besagter Bande, noch sei sie an einem Überfall auf ein Bonner Juweliergeschäft, bei dem Preziosen im Gesamtwert von über 129.000 Euro gestohlen wurden, beteiligt gewesen.

Ein Urteil fiel auch hier nicht: Trotz Aufnahmen der Überwachungskamera des Juweliergeschäfts wird ein anthropologisches Gutachten abgewartet. Das soll zweifelsfrei klären, ob die Angeklagte auf den Bildern zu sehen ist.

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