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Anschläge auf Grünen-Partei: Polizei äußert sich - AfD bezieht Stellung

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Von: Stefanie Salzmann

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Absperrband der Polizei nach einem Unfall
In Eschwege gab es Anschläge auf eine Kreisgeschäftsstelle der Grünen und auf zwei Privathäuser. (Symbolfoto) © Patrick Seeger/dpa

In Eschwege gab es einen Anschlag auf die Geschäftsstelle der Grünen. Die Polizei tappt bei der Suche nach den Tätern im Dunkeln. Zudem meldet sich die AfD zu Wort.

Eschwege – Bisher gibt es keine Hinweise auf die Täter, die am Abend des 13. November einen Anschlag auf die Kreisgeschäftsstelle von Bündnis90/Die Grünen und private Häuser von zwei Politikern verübt hatten. Das bestätigte der Sprecher der Polizei in Eschwege, Alexander Först. Der Vorfall sei an die Staatsanwaltschaft Kassel übergeben worden, die nun prüfe, ob es sich um eine Straftat handele. Erst danach werde auch entschieden, ob die Flüssigkeit chemisch analysiert werde.

Grünen-Politiker verdächtigt AfD-Anhänger: Kreisvorsitzender bezieht Stellung

Einer der betroffenen Politiker hatte nach dem Anschlag geäußert, dass es sich möglicherweise um eine „Retourkutsche“ von AfD-Anhängern gehandelt habe als Reaktion auf verschiedene Leserbriefe, in denen Leser sich mit Lothar Dietrich solidarisiert hatten, der den ehemaligen AfD-Kreisvorsitzenden Friedrich Andreae in einem Leserbrief als „Nazi“ bezeichnet hatte.

Unterdessen hat auch die AfD zu dem Verdacht Stellung genommen. Es sei schon erschreckend, mit welchen Mitteln Grünen-Politiker eine private Person und die AfD beschuldigen, ohne nähere Angaben zu dieser Verleumdung vorzulegen, heißt es in einer Erklärung von Andreae.

AfD wirft den Grünen Billigung von „militanten Aktivisten“ vor

Immer wenn etwas passiere, was den Grünen nicht passe, sei es die AfD gewesen. „Hierbei verkennen die Akteure, dass es in ihrem Fahrwasser militante, linke Aktivisten gab und gibt, die von den Grünen nicht nur geduldet, sondern sogar erwünscht waren.“ Gerade diesen Gruppierungen hätten die Grünen Wahrung der Natur versprochen. Nun, da sie an der Macht sind, würfen sie ihre Grundwerte über Bord. „Natur wird mit ihrer Zustimmung und Duldung systematisch und nachhaltig zerstört.“, schreibt Andreae.

Als Beispiel nennt er die Windkraftanlagen im Kaufunger Wald. Die Protestgruppen im Dannenröder Forst – ansonsten linke Aktivisten und von den Grünen hofiert – fühlten sich zu Recht belogen und betrogen. Es dürfte auch den Kreisgrünen mittlerweile klar sein, so Andreae, dass gerade die Dannenröder Protestler ein sehr aggressives Verhalten an den Tag legten und hessenweit Aktionen gegen grünen Vertreter organisiert und durchgeführt hätten. (Stefanie Salzmann)

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