Schweres Gerät muss beherrscht werden

Bauhofmitarbeiter übten bei Sicherheitstraining für Wintereinsatz

Eschwege. Die Bauhöfe und Straßenmeistereien im Werra-Meißner-Kreis sind für den Winter gerüstet. In Eschwege gab es für die Mitarbeiter sogar ein Sicherheitstraining.

„Unsere Jungs sind die ersten auf den Straßen“, sagt Eschweges Bauhofchef Uwe Schäffer. Zu nachtschlafender Zeit rücken die Schneepflugfahrer mit schwerem Gerät aus, befreien die Straßen und Wege in Eschwege von Eis und Schnee. Rechtzeitig zur morgendlichen Stoßzeit müssen die wichtigsten Straßen geräumt sein; der Berufsverkehr soll ungehindert rollen können.

Während eines Sicherheitstrainings haben sich die Bauhofmitarbeiter jetzt auf ihre schwierige Aufgabe vorbereitet. Auf schneeglatter Fahrbahn ist das schwere Gerät nicht immer ganz einfach zu beherrschen. Plötzlich auftretende Hindernisse stellen die Fahrer nicht selten vor besondere Herausforderungen. Beim Sicherheitstraining wurden genau diese Ausnahmesituationen geübt. Mit der gesamten voll aufgerüsteten Winterdienstflotte des Kreisstadt-Bauhofs gingen die zehn Mitarbeiter auf dem Übungsgelände an das Limit von Mensch und Maschine.

Winterdienst: Danny Weck vom Bauhof in Eschwege räumt mit seinem schweren Schneepflug die Straßen in der Kreisstadt von Eis und Schnee. Foto: Sagawe

„In der Realität werden die Grenzen nie so sehr ausgereizt“, erklärt Schäffer. In der Zeit zwischen 4 und 20 Uhr, in Ausnahmesituationen aber auch darüber hinaus sorgt der Bauhof für sichere Gemeindestraßen in Eschwege und im Auftrag auch in Berkatal. Mehr als 100 Kilometer lang ist das Straßennetz. 1700 Tonnen Salz lagern dafür im Depot. Mit 36 000 Litern Magnesiumchlorit wird das Streumittel angereichert, um die Haftung auf der Straße zu garantieren.

„Wir sind bis an die Zähne bewaffnet, um die Schneeflocke schon in der Luft zu bekämpfen“, macht Uwe Schäffer deutlich, dass nichts dem Zufall überlassen wird. Neben den Straßen werden rund 130 000 Quadratmeter Gehwege schnee- und eisfrei gehalten - notfalls im Zweischichtbetrieb.

Für den 34-jährigen Danny Weck war das Sicherheitstraining die Gelegenheit, die Grenzen der Technik abseits öffentlicher Straßen kennenzulernen. „Der Tag auf dem Übungsgelände hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen“, sagt er. „Die Räumfahrzeuge haben oft ganz anders reagiert als ich das erwartet hätte.“ Technische Hilfsmittel wie das Antiblockiersystem (ABS) oder unterschiedliche Bereifungen wurden getestet. „Es war interessant“, so Weck, „zu sehen, wo die Unterschiede liegen.“

Von Harald Sagawe

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