Große Erfahrungen im Bereich der Altersmedizin

Dr. Beate Hahne ist neue Chefärztin der Psychiatrie in Eschwege

Herausforderung: Dr. Beate Hahne, neue Chefärztin der Psychiatrie am Klinikum Werra-Meißner in Eschwege hat den Posten zum Jahresbeginn von Martin von Hagen übernommen. Foto: nh

Eschwege. „Psychiatrie ist eine Herzensangelegenheit“, sagt Dr. Beate Hahne, die neue Chefärztin des Zentrums für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Werra-Meißner in Eschwege.

Sie tritt die Nachfolge von Martin von Hagen an. An die Spitze der Abteilung zu rücken, sei für die Medizinerin ein großer Schritt gewesen, da sie in den vergangenen Jahren in der interdisziplinären Altersmedizin tätig war. Dr. Hahne hatte 2014 als Chefärztin am Klinikum Werra-Meißner in Witzenhausen den Bereich Gerontopsychiatrie im interdisziplinären Zentrum für Altersmedizin gemeinsam mit den Chefärzten Dr. Michael Müller und Dr. Uwe Streckenbach aufgebaut.

Die 56-Jährige arbeitete zuvor rund 20 Jahre als stellvertretende Chefärztin in der Gerontopsychiatrischen Abteilung der Asklepios-Klinik in Göttingen. Die verheiratete Mutter einer Tochter ist Psychiaterin und Psychotherapeutin, aber auch Neurologin und Geriaterin. Außerdem hat sie sich in vielen Bereichen wie beispielsweise Qualitätsmanagement und Suchtmedizin fortgebildet. Ihre vielfältige Ausbildung ermögliche es ihr, den Menschen ganzheitlich zu betrachten. „Meiner Auffassung nach ist es unverzichtbar, sich in Diagnostik und Therapie um die komplexen seelisch-körperlichen und körperlich-seelischen Wechselwirkungen zu kümmern.“ Dadurch könne eine individuell zugeschnittene Kombination aus somato,- sozio- und psychotherapeutischen Verfahren in die Therapie einfließen.

Ihre Erfahrungen im Bereich der Altersmedizin sollen dazu beitragen, künftigen Herausforderungen in der Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum in Eschwege begegnen zu können. „Durch die veränderte Demografie treten immer häufiger altersassoziierte Krankheiten auf“, sagt sie. Depressionen, kognitive Beeinträchtigungen (dementielle Erkrankungen), Lebenskrisen und Traumafolgestörungen der Kriegsgenerationen würden zunehmen. In vielen Bereichen könne das Krankenhaus allein diesen Anforderungen nicht gerecht werden. Deshalb sei eine gute Vernetzung und Zusammenarbeit mit Heimen aber auch mit Institutionen wie den Werraland-Werkstätten und dem Verein Aufwind wichtig.

„Ich habe eine sehr verdiente Psychiatrie übernommen und möchte diese Arbeit mit den bewährten Teams fortsetzen und ein interessantes weiteres Kapitel in eigener Handschrift hinzufügen“, sagt Hahne. Ihr ist es wichtig, dass Prävention, Behandlung und Rehabilitation so ineinander greifen, dass psychisch Kranke frühzeitig und ausreichend behandelt werden können, um ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Denn nicht nur die Psychiatrie als solches ist ihr eine Herzensangelegenheit, sondern auch die psychiatrische Versorgungslage im Werra-Meißner-Kreis.

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