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Chancen für Familien: Werra-Meißner-Kreis nun als „familiengerecht“ zertifiziert

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Von: Hanna Maiterth

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Übergabe des Zertifikats „Familiengerechter Werra-Meißner-Kreis“: Landrat Stefan Reuß, Beatrix Schwarze, Geschäftsführerin des Vereins Familiengerechte Kommune, Auditorin Ellen Ehring und Myriam Lamotte-Heibrock, Projektleiterin beim Werra-Meißner-Kreis.
Übergabe des Zertifikats „Familiengerechter Werra-Meißner-Kreis“: Landrat Stefan Reuß, Beatrix Schwarze, Geschäftsführerin des Vereins Familiengerechte Kommune, Auditorin Ellen Ehring und Myriam Lamotte-Heibrock, Projektleiterin beim Werra-Meißner-Kreis. © Hanna Maiterth

Bessere Chancen für Familien schaffen: Als erster Landkreis in Hessen hat der Werra-Meißner-Kreis nun das Zertifikat „Familiengerecht“ erhalten.

Damit hat sich die Kreisverwaltung nicht nur dazu verpflichtet, zu prüfen, ob die Lebensbedingungen für Familien gerecht sind, sondern diese auch zu verbessern. Innerhalb von sechs selbst gesteckten Handlungsfeldern mit 15 Zielen und 29 Maßnahmen soll dies geschehen.

Familiengerechter Landkreis

Das Konzept des Familiengerechten Landkreises hat das Land Nordrhein-Westfalen zusammen mit der Bertelsmann Stiftung und der Hertie Stiftung entwickelt. Der daraus entstandene Verein „Familiengerechte Kommune“ hilft nun Gemeinden, Städten und Landkreisen dabei, Strategien zu entwickeln, um die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Dafür erhalten die Kommunen ein Zertifikat. Nach drei Jahren müssen sich die Kommune dann jeweils einer Nachprüfung stellen, um das Zertifikat behalten zu können. mai

Werra-Meißner – „Mit dem Aufbau des Bündnis für Familie haben wir im Werra-Meißner-Kreis schon viel gemacht“, sagt Landrat Stefan Reuß, „mit dem Zertifikat Familiengerechter Werra-Meißner-Kreis ist es nun auch offiziell.“ Bei den bisherigen Aktivitäten solle es aber nicht bleiben. Deshalb wolle die Kreisverwaltung in dem Projekt, unter der Leitung von Myriam Lamotte-Heibrock, nun schauen, an welchen Stellschrauben gedreht werden muss, um das Leben für Familien zu verbessern, und zwar generationenübergreifend.

Dazu heißt es in der schriftlichen Erläuterung der Ziele, für die sich auch die Mitglieder des Kreistages zu Beginn des Jahres einstimmig ausgesprochen hatten: „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist hierbei ein wesentlicher Faktor zur Verbesserung der Chancengleichheit und der Lebensqualität.“ Gemeint sind damit zum Beispiel die Verbesserung der Kinderbetreuung aber auch der Kurzeitpflege für erkrankte Erwachsene und Senioren, wie Landrat Reuß erläutert. Auch bezahlbarer Wohnraum gehöre zu einem familiengerechten Landkreis.

„Die Bereiche greifen ineinander“, erläutert Projektleiterin Myriam Lamotte-Heibrock auf Nachfrage. Einen besonderen Bedarf in einem der Handlungsfelder und auch eine Gewichtung wolle sie daher nicht vornehmen und führt dies aus: „Ohne bezahlbaren Wohnraum brauchen wir auch nicht über Kinderbetreuung sprechen.“ Gerade die schriftlich festgehaltenen Zielvereinbarungen seien zwar an vielen Stellen theoretisch, doch diese Rahmenbedingungen und auch die Analyse der aktuellen Situation, würden für die Verbesserung gebraucht. Foto: Foto: Kreisverwaltung/NH

Von Hanna Maiterth

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