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Biomüll: Wer in Eschwege nicht sorgfältig trennt, wird zur Kasse gebeten

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Von: Tobias Stück

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Kontrollieren, ob die braunen Tonnen ordnungsgemäß befüllt sind: Die Mitarbeiter des Eschweger Baubetriebshofes sind angehalten, Müllsünder zu verwarnen. Archi
Kontrollieren, ob die braunen Tonnen ordnungsgemäß befüllt sind: Die Mitarbeiter des Eschweger Baubetriebshofes sind angehalten, Müllsünder zu verwarnen. Archi © Stefanie Salzmann

Im Bioabfall der Kreisstadt befinden sich zu viele Fremdstoffe. Die Stadt Eschwege wird in Zukunft verstärkt gegen diejenigen vorgehen, die ihren Müll nicht richtig trennen.

Eschwege – Insbesondere der Inhalt von Bio-Tonnen wird jetzt verstärkt kontrolliert. Hier wurden in Eschwege zuletzt häufig Fremdstoffe im Biomüll gefunden. Auch beim Altpapier gibt es Auffälligkeiten.

Was gehört in die Biotonne? Gartenabfälle, Essensreste, Küchenpapier, Zitrusschalen, Rindenabfälle, Wurzeln, Laub, Rasenschnitt, Unkraut, Haare, Blumensträuße, Topfpflanzen ohne Topf, Nussschalen, Papierservietten, beschmutztes Küchenpapier, Papiertaschentücher und kompostierbare Sammelbeutel dürfen in Eschwege in der braunen Tonne landen. Nicht erlaubt sind beispielsweise, Plastik, Alu, Porzellan, Straßenkehricht, Katzenstreu, tote Tiere, Schlachtabfälle, Windeln, Holz, Sperrmüll, Asche oder Staubsaugerbeutel.

Störstoffe in den Bioabfällen sind ein kreisweites Problem. Eine Bioabfallanalyse im Frühjahr 2022 für den Landkreis Kassel und das Gebiet des Werra-Meißner-Kreises hat ergeben, dass insbesondere bei den eingesammelten Bioabfällen aus der Kreisstadt die Fremdstoffanteile deutlich überschritten wurden. Drei Prozent, so Andreas Hölzel (FWG), der als Vorsitzender aus dem Finanzausschuss der Kreisstadt berichtet, seien erlaubt. Im Eschweger Biomüll befinden sich 5,8 Prozent Fremdstoffe. Das mindert dann die Qualität der Kompostierbarkeit. „Es könnte dazu führen, dass der Biomüll aus Eschwege in der Aufbereitungsanlage nicht mehr angenommen wird“, erklärt Hölzel. Auch Strafzahlungen von bis zu 400 000 Euro stehen im Raum, die dann auf alle Verbraucher umgelegt würden. Um die Qualität des Bio-Abfalls zu verbessern, wurden jetzt mehrere Maßnahmen beschlossen.

Um diese Maßnahmen umzusetzen, hat die Stadtverordnetenversammlung die Satzung geändert und die Sondergebühr eingeführt. Die Abstimmung erfolgte mit 33:1.

Knut John (SPD) regte an, die Müllfahrzeuge der Stadt mit Detektoren auszurüsten, die den Müll computergestützt überprüfen. Das würde die Mitarbeiter des Baubetriebshofes entlasten. Nach Angaben von Ausschussvorsitzendem Hölzel kostet ein Scanner rund 130 000 Euro pro Fahrzeug.

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