Auftritte am Wochenende

Blaskapelle Schmankerls spielt Jahr für Jahr in Eschwege nur für den Spaß

Blasmusik im Sonnenuntergang: Die Schmankerls kommen Jahr für Jahr nach Eschwege, um hier kostenlos in den Biergärten aufzuspielen.
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Blasmusik im Sonnenuntergang: Die Schmankerls kommen Jahr für Jahr nach Eschwege, um hier kostenlos in den Biergärten aufzuspielen.

Die Blaskappelle Schmankerls hat sich in Eschwege verguckt. Jahr für Jahr kommen die 18 Männer in die Kreisstadt und geben hier kostenlos Konzerte. Sie spielen nur für den Spaß.

Eschwege – Ohne Eschwege würde es die Schmankerls wahrscheinlich überhaupt nicht geben. Denn eigentlich sind sie keine klassische Kapelle, sondern gute Kumpels aus dem westlichen Münsterland, die zusammen Musik machen. Vor acht Jahren hat das bei einer Stammtischfahrt nach Eschwege seinen Anfang genommen. Seitdem kommen sie regelmäßig und sind am kommenden Wochenende am Freitag und Samstag wieder in den Biergärten der Stadt unterwegs.

Für ihre Ausflugsfahrt 2013 hatten sie nach einer Stadt gesucht mit hoher Biergartendichte, erzählt Markus Oenning von den Schmankerls. Die Suchmaschine Google hat sie dabei auf Eschwege in der Mitte Deutschlands gebracht. Am zweiten Wochenende im August packten die Blasmusiker also ihre Instrumente ein und düsten nach Eschwege, um ein Wochenende unter Freunden zu verbringen und gleichzeitig zu musizieren. Wie es der Zufall wollte, fand an diesem Wochenende auch das Open Flair statt. Auch die Rockfans jubelten ihnen zu. „Das war unvergleichlich. Seitdem kommen wir regelmäßig“, sagt Oenning.

Beim ersten Mal bauten sie ihre Instrumente einfach vor den Biergärten auf und spielten drauf los – während des Open Flairs eine Selbstverständlichkeit. Inzwischen haben sie feste Anlaufpunkte: Goldener Engel, Krone und Felsenkeller. Die Wirte freuen sich Jahr für Jahr aufs Neue, wenn die Jungs aus Ahaus kommen. Denn sie sorgen nicht nur für eine unvergleichliche Stimmung, sondern wollen auch keine Gage haben. „Wir spielen für ein paar Bier und ein kleines Essen“, sagt Oenning. Im Gegenteil: Sie bringen noch Geld mit.

An dem Wochenende in Eschwege geht, obwohl sie bescheiden reisen, ihre Stammtischkasse drauf. Übernachtet wird im Naturfreundehaus in Neuerode. Das hat sich inzwischen auch rumgesprochen, sodass im Ort ein kleiner Frühschoppen für die 18 Jungs organisiert wird.

Alle wohnen in Ahaus, einer 40 000-Einwohner-Stadt direkt an der niederländischen Grenze. Zusammen haben sie in einem großen Orchester gespielt, bis sie erstmals in kleiner Besetzung gebucht wurden. Daraus hat sich eine echte Freundschaft entwickelt.

„Wir spielen nur für den Spaß“, sagt Oenning. Mit einem Mix aus Traditionellem, wie Märschen oder Polkas, und zu späterer Stunde mit Konzertstücken oder auch selbst geschriebenen Stimmungsliedern, ziehen sie das Publikum schnell auf ihre Seite. Dass es ihnen Freude bereitet, sieht man Jahr für Jahr in Eschwege. Hier sind ihnen in kürzester Zeit die Sympathien zugeflogen.

Die Auftritte für das Wochenende – übrigens ihre ersten seit Beginn der Coronapandemie – sind schon eingetütet. Am Freitag, 16. Juli spielen sie ab 19 Uhr im Biergarten des Goldenen Engel, am Samstagmorgen um 11 Uhr auf dem Stad vor der Krone und am Samstagabend um 19 Uhr am Felsenkeller. Der Eintritt ist frei. (Tobias Stück)

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