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Eschweger Kita verleiht Bücher in alter Telefonzelle

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Von: Eden Sophie Rimbach

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Begeistert von Büchern sind die Kinder mit (von links) den Erzieherinnen Jutta Küllmer (auch stellv. Leitung), Vanessa Fischer, Sprachfachkraft Katharina Hoßbach und Leitung Karin Sukiennik.
Begeistert von Büchern sind die Kinder mit (von links) den Erzieherinnen Jutta Küllmer (auch stellv. Leitung), Vanessa Fischer, Sprachfachkraft Katharina Hoßbach und Leitung Karin Sukiennik. © Eden Sophie Rimbach

Die Katholische Kindertagesstätte St. Elisabeth stellt Bücher in einer Telefonzelle zum Ausleihen bereit.

Eschwege – Eine Bücherzelle und damit eine Art Bibliothek, die rund um die Uhr zugänglich ist, steht nun auf dem Gelände der Katholischen Kindertagesstätte St. Elisabeth in Eschwege. Zur Verfügung steht sie nicht nur den Kindern und Eltern der Kita, sondern allen Familien in Eschwege.

Als Sprach-Kita legen Leitung und Team ein besonderes Augenmerk auf das Lesen. Das erklärt Leiterin Karin Sukiennik: „Wir versuchen, das Lesen so oft wie möglich miteinzubinden.“ Das fange schon beim Morgenkreis an. „In jedem Raum sind Bücher vorhanden“, erklärt die Leiterin. Hinzu komme eine gemütliche Leseecke, die bald durch ein Sofa erweitert werde, wie die Sprachfachkraft Katharina Hoßbach sagt.

Seit dem vergangenen Jahr war es ihre Aufgabe, das Team der Sprach-Kita zu beraten und zu begleiten. Die hauptsächlichen Themenbereiche hierbei waren die alltagsintegrierte sprachliche Bildungsarbeit, die inklusive Pädagogik und die Zusammenarbeit mit den Familien. Bedingt durch die Coronapandemie kam das Thema Digitalisierung hinzu. Das Team sensibilisiert habe die Sprachfachkraft laut Jutta Küllmer, Erzieherin und stellvertretende Leitung. Die Förderung für das Bundesprogramm wurde erst kürzlich verlängert, wie Karin Sukiennik erklärt. Einrichtungen und Fachkräfte hätten früh planen müssen. Deswegen würden viele ebenso wie die Eschweger Kita nur noch bis Ende des Monats teilnehmen.

Bücher für Familien in Eschwege

„Aber die Bücherzelle bleibt“, sagt Katharina Hoßbach. Projekte wie die bildgestützte Kommunikation nutze man weiterhin. Umgebaut haben die Mitarbeiter und ihre Partner die im Internet erworbene Telefonzelle selbst. Die Beleuchtung wird durch Solarenergie ermöglicht. Bestückt wurde die Zelle mit Spenden. Darunter sind neben deutschsprachigen Kinder- und Jugendbüchern einige französische und ein arabisches. Auch Elternratgeber und religiöse Kinder- und Jugendbücher können sich Kinder und Eltern nahe der Katholischen Kita ausleihen.

Im Gegensatz zu ähnlichen Bücherzellen sollen die Bücher in dieser nicht von Nutzern gegen andere getauscht, sondern lediglich vorhandene Literatur ausgeliehen werden. Buchspenden sollen daher im Büro der Kita abgegeben und dort vom Team gestempelt werden. Vor allem Bücher in weiteren Sprachen seien willkommen. Wie Katharina Hoßbach sagt, wisse man, dass es in einigen Familien keine Bücher gibt, die vorgelesen werden können. Dem soll die Bücherzelle entgegenwirken. Von Eden Sophie Rimbach

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