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Das Interesse an der WM in Eschweger Betrieben ist gering

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Bei Intersport Sauer in der Schlossgalerie läuft der Trikotverkauf an. Wie gut dieser nach der Weltmeisterschaft aussieht, hängt auch von dem Abschneiden des DFB-Teams ab.
Bei Intersport Sauer in der Schlossgalerie läuft der Trikotverkauf an. Wie gut dieser nach der Weltmeisterschaft aussieht, hängt auch von dem Abschneiden des DFB-Teams ab. © Felix Rockenkamm

Arbeiten oder Fußballschauen: So handhaben Unternehmen in Eschwege die Fußball-Weltmeisterschaft und Spiele während der Arbeitszeiten.

Eschwege - Der Trikotverkauf läuft an, denn die deutsche Fußball–Nationalmannschaft startet am Mittwoch (23. November) um 14 Uhr in das WM–Turnier. Zugegebenermaßen ist diese Uhrzeit für die arbeitende Bevölkerung in den meisten Fällen nicht optimal.

Wir haben nachgefragt, wie Eschweger Betriebe einen möglichen Zwiespalt zwischen Arbeiten und Fußball–WM meistern wollen. Außerdem fragten wir bei lokalen Sportgeschäften nach dem Erfolg des Trikotverkaufs. Hier einige Beispiele:

Stiebel Eltron, Sahm und Pacoma

Stiebel Eltron verzichtet aufgrund der pandemischen Situation auf ein mögliches innerbetriebliches Public-Viewing. Während früheren Fußballturnieren gab es die Möglichkeit eines gemeinsamen Schauens, aber aktuell möchte man vermeiden, dass sich die Mitarbeiter der unterschiedlichen Arbeitsschichten im Betrieb begegnen.

Auf die Arbeit fokussieren, anstatt durch Fußball abgelenkt zu werden. Das ist die Devise des Technologieführers für automatisierte Spulmaschinen. Bei Sahm wird ebenfalls auf das Schauen der Spiele verzichtet.

Aus technischen Gründen ist bei Pacoma Fußballgucken während der Arbeitszeit nicht möglich. Es fehle an Fernsehgeräten in den Gemeinschaftsräumen.

C&A und Vockeroth

In der C&A-Filiale in der Eschweger Innenstadt haben Mitarbeitende, die zum Arbeiten eingeteilt sind aber trotzdem ein Spiel schauen möchten, schlecht Karten. Auch hier steht die Arbeit im Vordergrund. Allerdings gibt es die Möglichkeit – wenn auch nur bei Highlight-Spielen – dass die Spiele auf einem Fernseher in der Kinderspielecke gezeigt werden. Dort können die interessierten Mitarbeiter nach Aussage des Unternehmens gerne mal einen Blick auf das sportliche Geschehen werfen.

In der Eschweger Schlossgalerie bei Markenmode Vockeroth wird das Spiel für die Mitarbeiter ebenfalls nicht gezeigt. Die aktuelle Resonanz seitens der Belegschaft sei nicht vorhanden, sodass diesbezüglich auch gar keine schlechte Laune aufkommen kann, wie das Unternehmen mitteilt. Jahreszeit und Austragungsort spielten aber auch eine Rolle.

Intersport Sauer und Sport Ammann

Bei Intersport Sauer ist man sich sicher, dass die Nachfrage bei dieser WM geringer sein wird, als bei anderen Weltmeisterschaften zuvor. Gründe dafür seien der aktuelle Zeitpunkt, die Berichterstattung über das Turnier und die Tatsache, dass keine Public-Viewing-Veranstaltungen stattfinden. Aber auch hier bleibt man zuversichtlich: Es hänge davon, wie das DFB-Team abliefert.

Der Trikotverkauf der diesjährigen WM ist schon angelaufen. Eine Beurteilung über den Gesamtverkauf der Trikots ist aktuell noch nicht möglich. Bei Sport Ammann geht man davon aus, dass ein möglicher Boom im Laufe der WM kommt, natürlich abhängig davon, wie erfolgreich die Nationalelf abschneiden wird.

Von Felix Rockenkamm

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