Daumen hoch für Abenteurerin

Margot Flügel-Anhalt hält Online-Lesung zu ihrem neuen Buch

Ein Mann und eine Frau sitzen in einer Buchhandlung. Rechts im Bild ist eine Kommentarspalte, in die die Leser Fragen schreiben.
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Wurde auf der Facebookseite der WR live übertragen: die Lesung der Autorin Margot Flügel-Anhalt. Uwe Heinemann führte als Moderator durch die Lesung.

Bei einer Signierstunde, live aus der Buchhandlung Heinemann, stellte Margot Flügel-Anhalt online ihr neu erschienenes Buch „Einfach abgefahren“ vor.

Eschwege – Exotische Musik dröhnte aus den Boxen, der Countdown lief, über den Bildschirm flimmerten die Worte: „Die Reise beginnt in vier Minuten.“ Auf die Online-Lesung von Abenteurerin Margot Flügel-Anhalt warteten schon vor dem Start des Filmtrailers rund 60 Zuschauer. Mit einer Signierstunde ab 13 Uhr und einer live aus der Buchhandlung Heinemann übertragenen Online-Lesung ab 14 Uhr stellte Margot Flügel-Anhalt am Samstag ihr neu erschienenes Buch „Einfach abgefahren“ vor und gab Einblicke in eine Reise, die sie mit ihrem alten Benz durch 15 Länder geführt hatte.

Im Gespräch mit Uwe Heinemann erklärte sie nicht nur, dass Indien für sie zur schwierigsten Etappe der Reise wurde, weil es dort erste Probleme mit dem Wagen gab, sondern ging auch auf die Frage nach dem Hintergrund zu ihrer Reise ein. Mit einem Lächeln erzählte die Autorin, dass sie ein Gewürzdöschen mit der Aufschrift „Farben von Jaipur“, dessen Inhalt sie morgens mit in ihren Kaffee gibt, auf die Frage gebracht habe, wie diese Farben eigentlich aussehen.

Eine Prise Indien

Dass es dieses Kaffeegewürz ist, das sie gedanklich besser auf Reisen schicken kann als jeder Reisekatalog, schreibt sie auch in ihrem aktuellen Buch. Eine im Februar 2020 geschriebene Passage zeigt, wie präsent die Eindrücke der Reise bei Margot Flügel-Anhalt noch sind.

Schnell nach ihrer Rückkehr im Januar 2020 begann sie, die Geschichte anhand ihrer Tagebucheinträge aufzuschreiben.

Sie schildert, wie sie im Februar zwar an ihrem Küchentisch in Thurnhosbach sitzt, allerdings an die Frau in Indien denken muss, die unter einer Stadtautobahnbrücke lebt, und an ein Erlebnis bei der Fahrt durch die pakistanische Provinz: „Es fühlt sich an wie Krieg. Es ist Krieg.“ Knapp 70 Zuschauer sind bei der Live-Schaltung auf der Facebook-Seite der Werra-Rundschau dabei, als die Autorin aus dem und weiteren Kapiteln vorliest und beim Beantworten der in der Kommentarspalte gestellten Fragen erklärt, dass sie Pakistan von allen Reisezielen am meisten positiv überrascht habe, die Situation außerhalb Belutschistans sei aber eine ganz andere gewesen.

Aufgeben war keine Option

Die Frage aus dem Online-Publikum, ob sie jemals daran gedacht habe, ihre Reise abzubrechen, verneinte sie und erklärte: „Weil es in jeder Situation immer Unterstützung gab von Menschen, die mir weitergeholfen haben.“

So sei sie dankbar für die Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft der Menschen gewesen. Für die Lesung hatte sie eine Passage ausgewählt, in der sie von der Hilfe durch junge Kfz-Mechaniker in Indien erzählt.

Positive Kommentare und viele „Daumen hoch“ waren die Rückmeldung ihres Publikums am Samstag. Von Rückmeldungen zum im Tagebuchstil verfassten „Einfach abgefahren“ auf Facebook und Amazon berichtete sie ebenfalls und sagte: „Da gibt es Leute, die lesen das Buch an einem Tag.“

Auch die Frage nach einem Film zu diesem Buch wurde gestellt und die Autorin erklärte, dass Johannes Meier und Paul Hartmann sie insgesamt zwölf Tage begleitet haben und sie zusätzlich selbst gefilmt hat. In zahlreichen Kommentaren dankten die Zuschauer für die Online-Lesung. Eden Sophie Rimbach

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