Männer standen vor dem Amtsgericht

Dealer aus Eschwege haben Hasch aus Frankfurter Drogenszene verkauft

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Große Mengen Drogen haben vier Männer aus Eschwege und Umgebung verkauft. (Symbolbild)

Eschwege. Vier Männer aus Eschwege und Umgebung haben zwei Jahre lang mit Haschisch aus der Frankfurter Drogenszene in ihrer Heimat gedealt.

Deswegen müssen sie sich seit Dienstag vor dem Amtsgericht Eschwege verantworten.

Insbesondere der 46-jährige Haupttäter soll laut Anklageschrift einen schwunghaften Handel mit der Droge betrieben haben. So wird ihm zur Last gelegt, achtmal Haschisch von einem Dealer in der Main-Metropole erworben zu haben, um es gewinnbringend zu verkaufen. 

Mal waren es kleinere Mengen wie 600 Gramm, mal zweieinhalb Kilo. Das räumte der Mann weitgehend ein, gab aber an, große Teile selbst geraucht und nicht viel daran verdient zu haben. Details wusste er wegen der durch den Konsum bedingten Erinnerungslücken nicht mehr.

Der 46 Jahre alte Mann war laut eigener Aussage schon mehrfach in seinem Leben drogensüchtig und habe vor ein paar Jahren einen schweren Rückfall im Holland-Urlaub erlitten. Später sei dann durch Gespräche mit den drei anderen Angeklagten beim gemeinsamen Rauchen – zwei davon sind seine Brüder, einer sein bester Freund – und weiteren als Drogen-Kuriere eingesetzten Personen die Idee entstanden, sich durch den Weiterverkauf ein paar Hundert Euro im Monat dazuzuverdienen.

Weil er als Libanese in der Frankfurter Drogenszene besser aufgenommen würde, sei die Wahl beim Kontakteknüpfen und dem Beschaffen des Haschisch auf ihn gefallen. Seinen Brüdern (38 und 34) wird der Handel in nur jeweils zwei Fällen vorgeworfen, seinem Kumpel in einem. Seine Geschwister verweigerten die Aussage, sein Freund gestand und begründete die Tat mit Geldnot.

Der Prozess wird am nächsten Dienstag ab 9 Uhr mit weiteren Zeugen und der Urteilsverkündung fortgesetzt.

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