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Demo für schnellen Frieden in der Ukraine

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Von: Tobias Stück

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Gerhard Marquardt hatte zu  der Friedensdemo in der Eschweger Innenstadt aufgerufen.
Gerhard Marquardt hatte zu der Friedensdemo in der Eschweger Innenstadt aufgerufen. © Tobias Stück

In der Eschweger Innenstadt kam es am Freitagnachmittag zu einer Demonstration für einen schnellen Frieden in der Ukraine. Die Kampfhandlungen sollen sofort eingestellt werden.

Aufgerufen hatten drei Eschweger Bürger zu der angemeldeten Kundgebung. Gerhardt Marquardt, Monika Ruppert-Marquardt und Ann-Christin Krüger hatten kurzfristig eingeladen. Etwa 120 Menschen versammelten sich am Stad. „Wir wollten handeln, weil die örtlichen Parteien und Institutionen bislang keine Stellung gegen den Krieg bezogen haben“, sagte Gerhardt Marquardt gegenüber unserer Zeitung. Unterstützung erhielten sie von der Friedensinitiative Werra-Meißner, der Friedensfabrik Wanfried und den Grünen.

Marquardt bezeichnete den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine als völkerrechtswidrig. Die Verantwortung für den Krieg liege allein bei der russischen Regierung. Die Anerkennung von Donezk und Luhansk durch Russlands Präsident Wladimir Putin sei ein „Schlag ins Gesicht gewesen“. Auch das Friedensforum Werra-Meißner verurteilte die militärische Aktion. Das verhalten der Nato sei nicht Grund genug für einen Angriff auf die Ukraine.

Verschiedene Redner suchten Gründe, Russland nicht die alleinige Schuld an dem Krieg in der Ukraine zu geben und verwiesen auf die Vorgeschichte. Landtagsabgeordneter Felix Martin (Die Grünen) rief dazu auf heute zu vergessen, was in den vergangenen Jahren vorgefallen sei. Heute ging es darum dafür zu demonstrieren, dass der Krieg ein schnelles Ende habe. Für die Aufarbeitung der Geschichte sei an anderer Stelle mehr Raum, heute sei das kein Thema, sagt Veranstalter Gerhard Marquardt. Landtagsabgeordneter Knut John (SPD) rief zu einer Schweigeminute für die Opfer auf.

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