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Diakoniepfarrer Dr. Lothar Kilian geht in den Ruhestand

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Ein letztes Mal in Amt und Würden: Diakoniepfarrer Dr. Lothar Kilian wurde am Donnerstag in der Marktkirche aus dem Dienst verabschiedet.
Ein letztes Mal in Amt und Würden: Diakoniepfarrer Dr. Lothar Kilian wurde am Donnerstag in der Marktkirche aus dem Dienst verabschiedet. © Marius Gogolla

Er ging keinem Thema aus dem Weg und nahm sich auch schwierigen Projekten an. Ein wenig Wehmut, aber vor allen Dingen großer Respekt vor der Lebensleistung schwang bei allen Gästen während der Verabschiedung von Lothar Kilian mit.

Eschwege – Am Donnerstag wurde der Diakoniepfarrer mit einem Gottesdienst in der Marktkirche in Eschwege in den Ruhestand verabschiedet. Er beendet seinen Dienst im Diakonischen Werk Werra-Meißner und in der evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zum 31. Juli. Wegbegleiter erinnerten an sein Wirken.

Zu dem Verabschiedungsgottesdienst fanden sich zahlreiche offizielle Vertreter, unter anderem von der Stadt Eschwege, dem Werra-Meißner-Kreis, der Landeskirche und der Diakonie in der Marktkirche ein.

Außerdem wurde Dr. Lothar Kilian von seinen Kollegen von der Kirche herzlich verabschiedet. „Pfarrer Kilian hat in seinem Leben viel bewegt“, so der stellvertretende Dekan Ralph Beyer. „Durch sein Engagement in der Kirche und weit darüber hinaus, wie etwa in vielen sozialen Projekten, hat er Großes geleistet.“

Der Diakoniepfarrer, der erstmals im Jahr 1985 nach Nesselröden in den Werra-Meißner-Kreis kam, studierte vorher in Heidelberg und Edinburgh. Später trat er den Grünen bei und diskutierte, laut einer seiner Kolleginnen, auch gerne kontroverse Themen.

Nach Ausbruch des Bosnien-Krieges organisierte er den Transport von Hilfsgütern in die Kriegsgebiete. Als er 1998 zum persönlichen Referenten des damaligen Diakonieleiters wurde, bekleidete er das Amt zwei Jahre.

Allerdings strebte er ein Studium der Diakoniewissenschaften an, um sich fortzubilden, welches er erfolgreich abschloss und ab dem Jahr 2011 Springerdienste für die Diakonie in Kassel übernahm. Anschließend kehrte er in den Werra-Meißner-Kreis zurück, in dem er bis zum heutigen Tag als Diakoniepfarrer arbeitet.

In Eschwege half er beispielsweise dabei, den Stadtteilladen auf dem Heuberg zu dem Treffpunkt für Menschen zu machen, den er heute repräsentiert. Auch in der Suchtprävention unterstützte er auf Hilfe angewiesene Personen. „Sie haben menschenorientiert gewirkt“, sagt Bürgermeister Alexander Heppe. „Dies beschreibt Ihr vielschichtiges Engagement am besten. Wir danken Ihnen ganz herzlich für alles, was Sie getan haben, denn Sie haben sich stets für die Menschen im Werra-Meißner-Kreis eingesetzt.“ Eine Urkunde der Bischöfin von der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck, Dr. Beate Hofmann, machte den Ruhestand des Pfarrers zum 31. Juli offiziell.

Nach Beendigung seines Dienstes wolle er sich verstärkt seinem Hobby, der Musik, zuwenden. Aber auch der Einsatz im sozialen Bereich sei weiterhin geplant, so der scheidende Diakoniepfarrer. Mut, schwierige Projekte anzugehen, wird Lothar Kilian wohl auch weiterhin haben. (Von Marius Gogolla)

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