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Dorfflohmarkt in Albungen: Bewohner verkaufen vom Grundstück aus

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Großen Spaß beim Verkaufen hatten die Teilnehmer des Dorfflohmarkts am Wochenende.
Großen Spaß beim Verkaufen hatten die Teilnehmer des Dorfflohmarkts am Wochenende. © Marius Gogolla

Alltägliches und bislang verborgene Schätz gab es am Sonntag (28. August) an den mehr als 50 Ständen in Albungen zu sehen. Die ersten Käufer kamen schon vor der Eröffnung.

Albungen – Ein altes Akkordeon aus dem frühen 20. Jahrhundert, Golfschläger, Sanitärzubehör wie etwa Toilettenschüsseln uns sogar ein Auto - die Vielfalt der auf dem Flohmarkt zu kaufenden Dinge war erstaunlich groß. Über das ganze Dorf verteilt boten die Albungerinnen und Albunger den Besuchern in ihren Ständen, die meist im Hof oder der Garage der Privathäuser aufgebaut wurden, Gegenstände unterschiedlichster Art zum Verkauf an.

Bei gutem Wetter kamen viele Besucher in das Dorf, um nach Schnäppchen zu suchen oder Raritäten zu ergattern. Schon beim Einparken auf dem eigens eingerichteten Parkplatz auf dem Feld hinter dem Werra-Altarm fällt auf, dass viele Besucher bereits zeitig, vor dem offiziellen Beginn um 10 Uhr, in Albungen eingetroffen sind. Eingewiesen werden die Neuankömmlinge von freiwilligen Helfern aus dem Dorf, die auch einen Lageplan mit Informationen darauf verteilen.

Martin Eibner an seinem Stand mitten im Dorf.
Martin Eibner an seinem Stand mitten im Dorf. © Marius Gogolla

Auf den Straßen in Albungen sind die Besucher schon dabei, an den mehr als 50 Ständen zu stöbern und zu handeln. Wiltrud Kirschner beispielsweise, die aus Reichensachsen kommt, freut sich über eine Eastpak-Tasche, die sie am Stand von Elke Meyer für fünf Euro gekauft hat.

An jedem Stand lassen sich neue Dinge entdecken, man trifft viele Menschen und kommt mit den Verkäufern ins Gespräch. Außerdem bieten einige, neben den Flohmarktartikeln, Kaffee, Kuchen oder auch Kaltgetränke und Bratwurst an, sodass man sich gut stärken kann, um danach mit neuer Energie weiter zu stöbern. Entdecken lassen sich Bücher, Kleidung, Heimtierzubehör oder auch speziellere Gegenstände wie Golfschläger und Schallplatten.

Hob den Dorfflohmarkt aus der Taufe: Mechtild Reith.
Hob den Dorfflohmarkt aus der Taufe: Mechtild Reith. © Marius Gogolla

„In diesem Jahr gibt es mehr als 50 Stände hier in Albungen“, sagt Organisatorin Mechthild Reith. „Der Flohmarkt ist mittlerweile eine feste Institution und immer mehr Bürger machen mit. Das fördert die Dorfgemeinschaft und ist überhaupt eine tolle Sache.“ Nach dem offiziellen Ende des Marktes gibt es, wie Reith erzählt, ein Treffen für alle Standbetreiber, um bei Bratwurst und Getränken noch einmal Bilanz zu ziehen und den Abschluss des Flohmarkt-Tages mit einem netten Beisammensein zu vollenden.

Die Gäste, die auf dem Dorfflohmarkt einkaufen, kommen nicht nur aus der näheren Umgebung, auch weitere Strecken wurden in Kauf genommen. Gabi Kuhla zum Beispiel ist aus Eisenach angereist. Sie hat am Stand von Ilona Becker eine historische Vase gekauft. „Das ist wirklich ein Schmuckstück“, freut sie sich. „Alleine dafür hat es sich schon gelohnt, herzukommen.“ Mehrere Tausend Besucher kamen zum Dorfflohmarkt erwartet, der nach zwei Jahren Zwangspause wieder stattfand. (Marius Gogolla)

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